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Das Allwetterbad in Flingern steht dicht vor dem Aus

15.09.2012 | 09:10 Uhr
Das Allwetterbad in Flingern steht dicht vor dem Aus
Das Aus für das Allwetterbad Düsseldorf-Flingern rückt näher.Foto: KITSCHENBERG, Kai

Düsseldorf.   Die Befürchtungen von SPD und Grünen, das Allwetterbad Flingern könnte geschlossen werden, haben neuen Auftrieb erhalten. Denn in dem Bäderkonzept 2020, das dem Aufsichtsrat der Bädergesellschaft am Mittwoch vorgelegt wird, hat das Allwetterbad in Düsseldorf-Flingern offenbar keine Zukunft mehr.

Der Chef der Bädergesellschaft, Roland Kettler, spricht in dem von ihm erstellten Papier nur noch von einer „Restlaufzeit von maximal fünf Jahren“ für das Freibad und schlägt eine spätere Schließung vor.

Es ist ein Tod auf Raten. Erst soll das Allwetterbad Flingern nicht zur Wettkampfstätte ausgebaut werden, weil die Kosten mit 24,5 Millionen Euro zu hoch seien. Der Rat wird deshalb vermutlich in der nächsten Sitzung am Donnerstag für den Standort Rheinbad in Stockum plädieren. Kosten: 16 Millionen Euro.

Damit wäre in Flingern nur noch ein Freibad-Betrieb möglich, weil das marode Zeltdach jetzt abgerissen werden muss. Und was wird aus der geplanten Sanierung? Die würde arg viel Geld kosten. Deshalb die Option der kompletten Schließung, wenn der Betrieb aufgrund der Schäden nicht mehr gewährleistet werden kann. Als Ausweichmöglichkeit für die Besucher wird der Unterbacher See genannt.

Auch in anderen Punkten steckt Zündstoff

Ob der Aufsichtsrat der Bädergesellschaft sich diesem Vorschlag anschließen wird, ist zumindest zweifelhaft. Denn bei der jüngsten Debatte im Sportausschuss hat sich auch die größte Fraktion, die CDU, zum Standort Flingern bekannt. Die Opposition fordert: Das Bad am Flinger Broich muss erhalten bleiben. Die Sozialdemokraten schlagen gar den Bau eines neuen Hallenbades auf dem Areal vor.

Das Zukunftskonzept 2020 der Bädergesellschaft wird auch bei anderen Punkten für Zündstoff sorgen:

Eine Sanierung des großen Benrather Hallenbades wird wegen des hohen Kostenrisikos abgelehnt. Stattdessen ist ein Neubau als Therme und Gesundheitsbad geplant, allerdings ohne Sauna. Die früheren Pläne, die riesige Schwimmhalle aus der Adenauer-Ära in seinen Originalzustand zurück zu versetzen, wurden offenbar weggewischt.

Die große Schwimmhalle in Unterrath soll durch ein kleines Hallenbad ersetzt werden. Auch hier sei eine Sanierung zu teuer. Auf die Sauna soll künftig verzichtet werden. Zudem sollen Kosten eingespart werden, in dem ein Teil des Grundstückes verkauft wird.

 Im geplanten Neubau des Oberkasseler Hallenbades im Belsenpark soll es ebenfalls keine Sauna geben.

Das Schwimmer-Becken im Freibad Lörick wird saniert.

Michael Mücke



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