Darf die Altstadt-Wache bleiben?

Ein sich anbahnender Vermieterwechsel hat die Frage aufgebracht, wie es mit der Polizeiwache an der Heinrich-Heine-Allee weitergeht. Der bisherige Eigentümer will die Immobilie verkaufen, die Polizei hat mit ihm zuletzt jeweils zwölfmonatige Mietverträge abgeschlossen. Fraglich ist daher, ob die Polizei vom neuen Eigentümer auch einen neuen Vertrag erhält. „Wir wollen dort unbedingt bleiben. Seitens der bisherigen Interessenten spricht auch alles dafür, dass wir bleiben können“, sagt Polizeisprecherin Susanne Heusgen. In der Wache sind rund 200 Beamte und Mitarbeiter beschäftigt.

Das Gebäude an der Heinrich-Heine-Allee ist in die Jahre gekommen. Wer das Gebäude erwirbt, wird in die Sanierung investieren müssen. Ein verbessertes Gebäude bedeutet für die Polizei, dass sie mit einer höheren Miete rechnen und sich den Vertragsabschluss daher vom Landesinnenministerium genehmigen lassen muss. Wie und vor allem wo die Polizisten während der Sanierung arbeiten könnten, ist eine Frage, die erst nach dem Verkauf des Hauses erörtert werden kann.

Im Unterschied zum Polizeipräsidium am Jürgensplatz wird die Sanierung aber ein privatwirtschaftlicher Vorgang sein. Verzögerungen wegen vergabetechnischer Fragen wie in Unterbilk stehen nicht zu erwarten. Polizeipräsident Norbert Wesseler betont die besondere Bedeutung der Lage. „Für ist der Standort ideal, unter anderem wegen der Videoüberwachung.“ Sämtliche Aufnahmen der Kameras gehen auf die Bildschirme eines Kontrollraumes im ersten Stock der Polizeiwache Mitte. Dort sitzen mehrere Beamte. Sehen sie einen Anlass zum Eingreifen, haben sie ihre Kollegen sehr schnell am Einsatzort.

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