CDU-Chef ätzt gegen Düsseldorfer OB: „Von Testosteron überladen“

Düsseldorfs neue CDU-Spitze (von links) Thomas Jarzombek, Angela Erwin und Peter Blumenrath.
Düsseldorfs neue CDU-Spitze (von links) Thomas Jarzombek, Angela Erwin und Peter Blumenrath.
Foto: Andreas Endermann
Was wir bereits wissen
Düsseldorfs zerstrittene Christdemokraten zeigten Einigkeit in ihren Angriffen auf den politischen Gegner.

Düsseldorf.. Trotz der internen Querelen, von dem der Parteitag der CDU bestimmt war (Der Westen und NRZ berichteten), vergaß die CDU auch ihren politischen Gegner nicht: Die SPD. Vor seiner Wiederwahl griff Partei-Vorsitzender Thomas Jarzombek vor allem Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hart an. Ihn bezeichnete der CDU-Chef als einen „von Testosteron überladenen Oberbürgermeister“, bezeichnete Geisels Auftreten als „arrogant und peinlich.“

„Die Stadt hat ein Ausgabenproblem stand vor einigen Tagen in der Zeitung“, sagte Jarzombek. „Ich glaube, wir haben mit Thomas Geisel ein Problem.“ Da wo der Oberbürgermeister auftrete herrsche „einfach Chaos, auch bei den städtischen Finanzen“. Die Aufgabe der CDU als Opposition sei es zu kritisieren. Aber: „Nach einem Jahr weiß ich nicht was ich kritisieren soll.“ Jarzombek warf Geisel vor, nur von der alten Ratsmehrheit und dem früheren OB Dirk Elbers angestoßene Projekte fortzuführen.

Auch die Versetzung der früheren SPD-Ratsfrau und Bürgermeisterin Gudrun Hock zu einer städtischen Tochter kritisierte Jarzombek scharf: „Der Mehrwert, den Düsseldorf Congress Sport & Event durch Gudrun Hock hat, erschließt sich mir nicht.“ Aber der Mehrwert, den Gudrun Hock durch die DCSE hat, sei ja durchaus bekannt.

Auch Heidrun Leinenbach, in der Vorsitzenden-Wahl gegen Jarzombek unterlegen, kritisierte Geisel, der in einem Interview sagte, das OB-Amt sei eine Hölle: „Ich will dazu beitragen, Herrn Geisel aus dieser Hölle zu befreien…“

CDU nur einig in der SPD-Kritik

Wenigstens in der Kritik am politischen Gegner waren sich die Christdemokraten vorgestern Abend bei dem unschönen und von persönlichen Diffamierungen geprägten Parteitag einig. Die Basis hörte es gerne und bedankte sich für die Angriffe gegen den Oberbürgermeister mit starkem Applaus.