Burkhard Glashoff ist der neue Mann für Klassik

Burkhard Glashoff ist der neue Chef von Heinersdorff. Derzeit pendelt er zwischen Hamburg und Düsseldorf.
Burkhard Glashoff ist der neue Chef von Heinersdorff. Derzeit pendelt er zwischen Hamburg und Düsseldorf.
Foto: oH
Was wir bereits wissen
Der neue Heinersdorff-Chef verspricht für die Düsseldorfer Konzert-Szene „Glanz und Gloria“

Düsseldorf..  „Es geht weiter – auch mit Heinersdorff. Wir legen nur noch ein Schippchen drauf.“ Damit meint Burkhard Glashoff, dass die Meisterkonzerte in der Tonhalle künftig attraktiver werden und wieder mit den Philharmonien in Essen und Köln konkurrieren können. Mit Namen wie Lang Lang, Anne-Sophie Mutter, Martha Argerich, amerikanischen und britischen Starorchestern verspricht der gerade 45jährige Hamburger für die kommende Saison Glanz und Glorie am Rhein. Er ist, gemeinsam mit dem Hamburger Konzertagent Pascal Funke, Geschäftsführer der Heinersdorff-Konzerte und damit der neue Mann für Klassik in Düsseldorf.

Mehr große Namen sollen kommen

Knapp ein Jahr nach dem Tod des früheren Doyen des rheinischen Musiklebens, René Heinersdorff, hat Glashoff seinen Schreibtisch auf der Wallstraße eingerichtet. Wenn der Besitzer nun auch wechselt, so bleibt vieles beim Alten: Das Abonnement-Büro am bekannten Ort, die Namen der Konzert-Reihen – wie Meister- und Sonderkonzerte, Piano Solo etc., und die Abo-Preise. Doch setzt der gebürtige Hannoveraner, der seit 2012 die Klassiksparte der renommierten Konzertdirektion Goette in Hamburg leitet, auch auf Veränderung.

Neben einem neuen Abo-Magazin bietet er mehr Big Names, nach denen sich, laut Umfragen, Düsseldorfer Klassikfreunde sehnen. Ebenso wie ein Orchester in Residence – 2015/ 2016: die Academy of St.- Martin in the Fields, einen Beethoven-Zyklus mit dem Jung-Starpianisten Igor Levit und einen Zyklus von Mozart-Klavierkonzerten. Letzteres gemeinsam mit dem Symphoniker-Intendanten Michael Becker. Eine neuartige Kooperation zwischen öffentlich subventioniertem und privatem Musikbetrieb, die das Klassikangebot in Düsseldorf bereichern soll. Stolz ist Glashoff auf die Bandbreite seiner Künstler. Auftreten werden der jüngste Tastenzauberer Jan Lisiecki (19) und Sir Neville Marriner, der mit 91 älteste Maestro, der eng befreundet mit Heinersdorff war und seit Jahrzehnten eine große Schar von treuen Fans in der Tonhalle hat. Bezahlbar seien die stetig steigenden Gagen deshalb, weil die Stars in mehreren Städten auftreten. Häufig in Düsseldorf, Hamburg, Berlin und Hannover.

Er ist Musikpädagoge

Wer ist Burkhard Glashoff? Jahrgang 1970, studierte er Musikwissenschaft und Schulmusik, spielt Klarinette, Klavier und Saxophon, liebt Jazz und Klassik, wollte Musikjournalist werden, hat aber 2000 den Sprung ins Konzertmanagement gewagt: Für die Expo in Hannover gestaltete er Cross-Over-Programme von Klassik und populärer Musik. Als Musikpädagoge hat er wohl das ‚richtige Händchen’ für Programme, die auch junges Publikum in die Konzertsäle locken. Und startete nach der Weltausstellung seine Karriere als Musikmanager bei der bekannten Agentur Schmid.

Seit einigen Monaten pendelt Glashoff nun zwischen Hamburg und Düsseldorf, wohnt derzeit noch in einem Hotel, hat zwar einen Stellvertreter vor Ort, will aber künftig bei den Konzerten in der Tonhalle präsent sein und mit Abonnenten sprechen. Wenn Klassikfreunde heute auch weniger Abos, sondern vermehrt spontan Konzertkarten kaufen, so freut sich Glashoff über die Nachfrage in den letzten Wochen: „Die Nachfrage nach Abonnements steigt in Düsseldorf wieder. Zumindest, nachdem wir das neue Magazin mit den vielen bekannten Namen verschickt haben.“

Abonnementbüro: Wallstraße 10, dienstags bis freitags 11 bis 16 Uhr, Infos zu Abonnements unter 0211/ 13 00 30 und im Internet unter www.heinersdorff-konzerte.de, Mail: abo@heinersdorff-konzerte.de.
Abo-Preise für sechs Meisterkonzerte 195 bis 605 Euro, für fünf Meisterkonzerte 160 bis 495 Euro. Schüler- und Studentenabos gibt es ab 89 Euro.