Bundespolizei schnappt zwei gesuchte Straftäter am Flughafen Düsseldorf

Immer wieder schnappt die Bundespolizei bei Ein- und Ausreisekontrollen Straftäter.
Immer wieder schnappt die Bundespolizei bei Ein- und Ausreisekontrollen Straftäter.
Foto: Johannes Kruck
Was wir bereits wissen
Bei Kontrollen am Düsseldorfer Flughafen hat die Polizei zwei gesuchte Straftäter festgenommen. Ein per Haftbefehl gesuchter Franzose wollte nach Istanbul — ein Deutscher kam gerade aus dem Irak zurück, wohin er seine Tochter gegen den Willen der Mutter gebracht haben soll.

Düsseldorf.. Die Bundespolizei hat zwei mit internationalen Haftbefehlen gesuchte Straftäter am Düsseldorfer Flughafen festgenommen. Die Beamten erwischten die beiden Täter bei den Ein- und Ausreisekontrollen um die Mittagszeit.

Ein 32-jähriger Franzose fiel bei der Kontrolle für Reisende nach Istanbul auf. Er wurde gesucht, da er in Frankreich gegen die behördlichen Auflagen seiner Bewährung verstoßen hatte. Der Franzose war zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt und unter Auflagen vorzeitig entlassen worden. Durch seinen Verstoß gegen die Auflagen soll er nun eine Restfreiheitsstrafe von 3 Jahren in Frankreich verbüßen.

An Mordversuch beteiligt

Der 32-Jährige war nach Angaben der Bundespolizei an einem Mordversuch im Rahmen organisierter Bandenkriminalität bei einem Rauschgiftgeschäft beteiligt. Bei der Tat wurde ein mit vier Personen besetztes Fahrzeug in einen Hinterhalt gelockt und das Fahrzeug anschließend mit einer Maschinenpistole beschossen. Es wurde jedoch keiner verletzt.

Schleuser Fast zur gleichen Zeit stellten Bundespolizeibeamte bei der Einreisekontrolle von Reisenden aus dem Irak ankommend fest, dass ein 44-jähriger Deutscher irakischer Herkunft von finnischen Behörden zur Festnahme international ausgeschrieben war.

Mann soll Mutter das Kind weggenommen haben

Dem Mann wird vorgeworfen, bereits 2009 seine siebenjährige Tochter unrechtmäßig in den Irak gebracht zu haben, obwohl finnische Behörden das Sorgerecht der in Finnland lebenden Mutter zugesprochen hatten.

Schon im Vorfeld soll er der Mutter mit ihrer Tötung gedroht haben, falls ihm nicht das gemeinsame Sorgerecht zugestanden würde. Nach der Kindesentziehung habe er der Mutter mitgeteilt, dass er für eine ordentliche, islamische Erziehung des Mädchens im Irak sorgen würde.

Beide Männer wurden dem Düsseldorfer Gericht für weitere Maßnahmen überstellt. Wo sich das Kind zurzeit aufhält, ist nicht bekannt. (we)