Bundeskartellamt durchsucht Peek & Cloppenburg in Düsseldorf

Das bekannte Textilhandelsunternehmen Peek und Cloppenburg wird unerlaubter Preisabsprachen verdächtigt.
Das bekannte Textilhandelsunternehmen Peek und Cloppenburg wird unerlaubter Preisabsprachen verdächtigt.
Foto: Jens Kalaene
Was wir bereits wissen
Razzia in der Hauptverwaltung von P&C in Düsseldorf: Das Bundeskartellamt verdächtigt das Unternehmen der unerlaubten Preisabsprache mit Lieferanten.

Düsseldorf.. Die Hauptverwaltung des Textilhändlers Peek & Cloppenburg (P&C) in Düsseldorf ist ins Visier des Bundeskartellamtes geraten. Das berichtete die Rheinische Post am Mittwoch in ihrer Online-Ausgabe.

Das Bundeskartellamt wollte keinen Firmennamen nennen, bestätigte aber auf Anfrage, dass am Mittwoch "eine Durchsuchungsaktion bei einem Textileinzelhandelsunternehmen wegen des Verdachts auf kartellrechtswidrige Verhaltensweisen - sogenannte vertikale Preisbindung - stattgefunden hat". Dem Unternehmen werden demnach unerlaubte Preisabsprachen mit Lieferanten vorgeworfen.

P&C sieht Lieferanten im Mittelpunkt der Ermittlungen

Bei der Razzia habe man nach Beweismitteln gesucht, die diesen Vorwurf bestätigen oder entkräften können, sagte Bundeskartellamtssprecher Kay Weidner. Beamte der Kriminalpolizei hätten Mitarbeiter des Bundeskartellamtes bei der Razzia unterstützt. Weidmer wies ausdrücklich daraufhin, dass es bislang nur einen "Anfangsverdacht" gebe, der die Ermittlungen angestoßen habe. "Bis zum Abschluss des Verfahrens gilt die Unschuldsvermutung." Sollte sich der Verdacht bestätigen, droht dem Unternehmen wohl eine Geldstrafe.

Kartellamt Auf Nachfrage bestätigte P&C am Donnerstagnachmittag die Razzia des Bundeskartellamtes, sieht aber vor allem einen Lieferanten im Mittelpunkt der Ermittlungen: "Das Bundeskartellamt prüft insbesondere, ob ein Lieferant in unzulässiger Weise Einfluss auf die Preisgestaltung von Einzelhändlern genommen hat", heißt es bei dem Düsseldorfer Unternehmen. Weitere Auskünfte könne man nicht geben, da es sich um ein laufendes Verfahren handele.

Um zehn Uhr morgens soll die Durchsuchung des Gebäudes an der Berliner Allee 2 begonnen haben, berichtete die RP. Während die Kriminalpolizisten schon gegen Mittag gegangen seien, hätten die Mitarbeiter des Bundeskartellamtes mehr Zeit in der P&C-Hauptverwaltung verbracht. Nach Informationen der Zeitung soll es sich um keinen großen Fall handeln. Lieferfirmen seien demnach nicht durchsucht worden und wohl auch keine anderen Handelsunternehmen. (tim)