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Justiz

Brutale Beziehung vor Gericht

15.08.2012 | 15:13 Uhr

Düsseldorf. Für die Frau muss die Beziehung die Hölle gewesen sein. So hat sie die sechs Monate mit dem 30-Jährigen jedenfalls geschildert. Jetzt ist der Mann wegen Körperverletzung und Vergewaltigung angeklagt. Er soll seine Freundin immer wieder angeschrien, geschlagen, getreten und zum Sex gezwungen haben.

Die junge Frau war im Februar 2011 zu ihm gezogen, spürte aber sofort, wie kontrollierend er sich verhielt. So soll er sie schon kurz nach dem Einzug niedergeschlagen haben, als sie nur Post von ihren Eltern holte. Wenig später, so berichtete sie, habe er ihr ein Messer ans Knie gehalten und gedroht: „Ich sorge dafür, dass du nie wieder tanzen kannst, wenn du mir nicht alles erzählst.“

Bei einem Restaurantbesuch soll eine SMS ihres Vaters an sie ihn so in Rage versetzt haben, dass er sie hinaus zerrte, in den Magen boxte, im Auto so auf ihre Hand schlug, dass sie brach. Zuhause habe er sie weiter geschlagen, gewürgt und dann vergewaltigt. Mehrmals soll er, wenn sie seine Wünsche nach Sex ablehnte, Gewalt angewendet haben.

Sie zog schließlich aus, aber noch bei einer letzten Aussprache in einem Lokal soll er ihre Hand so fest gedrückt haben, dass er ihr einen Finger brach.

Der Angeklagte, der in U-Haft sitzt, schweigt bisher. Ihm droht möglicherweise noch eine weitere Anklage: Er soll sich als Ausbilder der Polizei und des Sondereinsatzkommandos GSG 9 ausgegeben haben und so an verbotene Waffen gekommen sein.

Sein Antrag auf Haftverschonung wurde jedenfalls abgelehnt. Wann es zum Prozess kommt, steht noch nicht fest.

Katharina Rüth

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