Bruch schlägt Silvesterparty 2015 rund ums Riesenrad vor

Riesenrad-Betreiber Oscar Bruch regt an, eine Silvesterfeier auf dem Burgplatz auszurichten. Seine Idee: Rund um das Riesenrad wird ein Bereich abgezäunt, in dem die Besucher den Abend entspannt verbringen und auf den Jahreswechsel anstoßen können. Der Eintritt ist kostenlos, es gibt aber eine Zugangskontrolle. Die soll sicherstellen, dass nicht wild geböllert und die Menschenmenge nicht zu groß wird.

Wie die Feier genau gestaltet werden soll, weiß der Schausteller noch nicht. „Das ist bislang nur eine Idee, es gibt noch kein fertiges Konzept.“ Bruch könnte sich Live-Musik vorstellen – und bestenfalls zu Mitternacht ein schönes Feuerwerk auf der anderen Rhein-Seite, „das dem Niveau der Stadt entspricht“, wie Bruch sagt.

Der Schausteller hatte die Idee auch deshalb, weil die Neujahrsnacht bislang auf dem Burgplatz kein Vergnügen ist. Die Stimmung ist dort angespannt. Oft fliegen Böller in die Menge, teilweise absichtlich auf Menschen gezielt – wer schön Silvester feiern will, geht bislang woanders hin. Bruch lässt zur Sicherheit das Riesenrad und die benachbarte Gastronomie absperren, 26 Mitarbeiter haben in der vergangenen Woche dafür Sorge getragen, dass nichts beschädigt wird. „Eine offizielle Feier würde auch beitragen, dass der Burgplatz besser kontrolliert wird“, sagt Bruch.

Ein Befürworter der Idee ist Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD). Zunächst soll es ein Gespräch zwischen Bruch und der Stadtspitze geben. Aus Sicht der Stadtverwaltung spricht grundsätzlich nichts dagegen, eine solche Feier auszurichten, sagt Stadtsprecherin Kerstin Jäckel.

Allerdings müssten Oscar Bruch und mögliche Mitstreiter erst einmal genauer darlegen, wie die Veranstaltung ablaufen könnte. Noch ungeklärt ist außerdem, welche Kosten entstehen würden und wer dafür aufkommt.

Die letzte Entscheidung läge dann in jedem Fall bei der Politik: Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss (OVA) müsste zustimmen.

Dass das Riesenrad auch im kommenden Winter wieder auf dem Burgplatz stehen wird, gilt unterdessen als sicher. Die Attraktion hat sich zu einem Wahrzeichen von Düsseldorf in der Winterzeit entwickelt. In der Diskussion steht, ob sie noch ein bis zwei Wochen früher im Oktober aufgebaut wird – auch darüber muss der OVA entscheiden. Eine weitere Ausdehnung über die drei Monate von Oktober bis Januar hinaus wollen aber weder Stadt noch Schausteller.

Für Oscar Bruch ist klar, dass die Attraktion an Reiz verlieren würde, wenn sie für das ganze Jahr auf dem Platz steht. Außerdem wird der Burgplatz auch für viele andere Veranstaltungen von Japan-Tag bis Jazz Rally genutzt. Und die Organisatoren des Düsseldorf-Festivals, das kurz vor der Riesenrad-Zeit ausgerichtet wird, würden sicher nicht darauf verzichten wollen, im September das Theaterzelt in der traumhaften Kulisse am Rheinufer aufzubauen.

In diesem Jahr wird das Riesenrad noch bis zum 25. Januar auf dem Burgplatz stehen und sich damit noch bis zum Ende der Messe „Boot“ drehen. Das „Wheel of Vision“ ist das kleinere Riesenrad im Besitz des Schaustellers aus traditionsreicher Düsseldorfer Familie. Das größere Riesenrad „Bellevue“ wird Bruch dann wieder zur Rheinkirmes aufbauen lassen.