Brav kann jeder - Fiftyfifty provoziert mit Plakaten

Zum 20-Jährigen hat sich die Düsseldorfer Straßenzeitung Fiftyfifty eine provizierende Kampagne ausgedacht.
Zum 20-Jährigen hat sich die Düsseldorfer Straßenzeitung Fiftyfifty eine provizierende Kampagne ausgedacht.
Foto: oH

Düsseldorf.. Penner-Blatt, Zigeuner-Zeitung – zahlreiche erstaunte Anrufer riefen in diesen Tagen bei „fiftyfifty“ an um zu erfahren, was es mit der neuen Kampagne auf sich hat. „Das ist Diskriminierung und politisch völlig unkorrekt“, empörte sich einer der Anrufer.

Stein des Anstoßes: Eine Kampagne der Agentur „Havas worldwide“. Die Idee dahinter: Sprechblasen in drei verschiedenen Signalfarben mit Vorurteilen in fetten Lettern, die Verkäufern der Straßenzeitung immer wieder entgegengebracht werden – Junkie-Heft, Zigeuner-Zeitung und Penner-Blatt.

Darunter steht die Auflösung. In seiner 20-jährigen Geschichte hat „fiftyfifty“ 200 Drogenkranke in Therapie vermittelt, 200 Roma-Familien integriert und insgesamt 5000 Obdachlose von der Straße geholt. „Brav kann jeder“, meint Martin Breuer, Kreativ-Direktor bei Havas.