"boot 2010"-Messe: Wegsegeln oder abtauchen
14.01.2010 | 11:00 Uhr 2010-01-14T11:00:00+0100
Düsseldorf. Die „boot“ bietet dieses Jahr mehr Informationen für Einsteiger in den Wassertourismus und zudem billige Boote. Bootfahren und Segeln ist gar nicht so teuer, wie die Glanzbilder von Luxusyachten suggerieren. Am 23. Januar startet die Wassersport-Messe.
Boote mieten (chartern) für einen Urlaub an der schönen Müritz oder auf den Kanälen Südfrankreichs, an der Adria oder in Holland ist für jeden Geldbeutel erschwinglich. Mit mehreren an Bord ist der Bootsurlaub oft sogar billiger als zwei Wochen im Hotel. Gerade den Einsteigern in den Wassertourismus bietet die „boot” in diesem Jahr mehr Service mit einer kostenlosen Beratung über den geplanten Törn durch Experten. Und auch die Boote - ob Segel oder Motor - werden preiswerter: Eine Folge der Krise. Das zeigt auch die neue „boot”, die ab Samstag, 23. Januar, ihre 17 Hallen öffnet.
Expertentipps für Reviere von Holland bis zur Karibik
Dort feiert etwa die „Varianta 18” Premiere: Ein knapp sechs Meter langes Einsteigerboot für zwei Segler, das keine 10 000 Euro kostet. Der Trend bei Segel- und Motorbooten geht ohnehin zu kleinen, bezahlbaren Yachten um die acht Meter, berichtet Jürgen Tracht, Geschäftsführer des Bundesverbands Wassersportwirtschaft. Zudem sind die Preise für Gebrauchtboote „dramatisch gesunken”, so Tracht. Auf der „boot” wird es dazu hunderte von Angebote geben.
Für Einsteiger und Fortgeschrittene bieten 320 Vercharterer den Urlaub auf dem Wasser in den Hallen 13 und 14 an. Wer zuvor wissen will, wo er mit Kind und Kegel am sichersten segeln oder motoren kann, geht zur Törnberatung in Halle 13. Erstmals geben dort Experten wie Skipperin Mareike Guhr Tipps zu den schönsten Buchten, Häfen, und auch Restaurants, ob in der Karibik, der Adria vor Kroatien oder an der Ostsee. Auch wer zum ersten Mal zum Urlaub aufs Wasser will, kann dies ohne Führerschein etwa an der Müritz und den benachbarten Seen. Auch die Holländer und die Iren wollen keinen amtlichen Schein sehen.
Wer die Welt unter Wasser erkunden möchte, kann in Halle 3 neben der Bühnenshow unter Anleitung von erfahrenen Lehrern abtauchen - täglich von 10.30 bis 16.30 Uhr. Dafür gibt es erstmals gibt es einen zweiten Tauchturm, getreu dem neuen Motto des Leiters Götz Ulf Jungmichel: Mitmachen in der ganzen Welt des Wassersports. Für die Taucher ist die „boot” ohnehin der Treffpunkt des Jahres, sie finden hier vom Schnorchel bis zu ausgefuchsten Atemgeräten alles - auch die Tauchreisen.
Jollen-Segler finden prominente Sportler im Segelcenter in Halle 13. Auch 400 Kinder werden in Halle 14 im „Maritimen Klassenzimmer” erartet, wo ihnen Pädagogen des Aquazoos das Leben von Muscheln, Krebsen oder Schnecken erklären.
Die „boot”, weltgrößte Messe ihrer Art und Anziehungspunkt für die rund sechs Millionen Wassersportler in Deutschland, hat trotz Krise kaum Einbußen bei den Ausstellern hinnehmen müssen: Mit 1550 Ausstellern aus 55 Ländern sind es nur 100 weniger als vor dem Finanzcrash.
Zahlen und Zeiten
Die „boot” mit 1550 Ausstellern, die allein 1700 Bote und Yachten zeigen, dauert von Samstag, 23. Januar, bis Sonntag, 31. Januar, geöffnet täglich von 10 bis 18 Uhr.
Die Tageskarte kostet (unverändert) 15 Euro, für Schüler und Studenten 10 Euro, das Kurzticket (werktags ab 15 Uhr gültig) 9 Euro. Für Familien gilt: Erwachsene 12 Euro, Kinder bis 14 Jahren 6 Euro. Online-Verkauf unter www.boot.de, die Eintrittskarten gelten als Fahrschein für Bus oder Bahn.
Sonderschauen in Halle 14 (Einsteigerzentrum und „Maritimes Klassenzimmer”), „Classic Forum” Halle 15, Segelcenter Halle 17, „beachworld” Halle 1 .
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