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Evakuierung

Bombe am Heerdter Dreieck in Düsseldorf nach 25 Minuten entschärft

05.07.2012 | 11:17 Uhr
Bombe am Heerdter Dreieck in Düsseldorf nach 25 Minuten entschärft
Foto: WAZ FotoPool

Düsseldorf.  Eine britische Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Donnerstagabend entschärft worden. Die Bombe wurde bei Bauarbeiten am Heerdter Dreieck in Düsseldorf gefunden. Rund 355 Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Die Entschärfung war nach 25 Minuten beendet.

Eine bei Bauarbeiten im Heerdter Dreieck in Düsseldorf gefundene britische Fünf-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Donnerstagabend erfolgreich ent­schärft worden. 355 Anwohner mussten dafür ihre Häuser verlassen, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Sie seien von Helfern in einem Schulgebäude betreut worden.

Die Entschärfung des britischen Fünf-Zentner-Blindgänger habe nur 25 Minuten gedauert, hieß es. Die Bombe sollte danach zum Kampfmittelzerlegebetrieb in Hünxe gebracht werden.

Im Radius bis 500 Meter rund um den Fundort durfte sich während der Entschärfung niemand im Freien aufhalten. Davon waren 2056 Men­schen betroffen, die dort wohnen. Diese Einschränkungen galten auch für den P+R Parkplatz am Simon-Gatzweiler-Platz, die Bezirkssportanlage an der Rheinallee/Lotsenweg, für den Prinzenpark, die griechische Schule am Heerdter Sandberg, sowie für diverse Büro- und Industriege­bäude.

Die Wohnungen verlassen

Im inneren Radius (Gefahrenzone A - 355 Personen), 250 Meter um den Fundort, sollten die Menschen ihre Wohnungen verlassen. Mitarbei­ter des städtischen Ordnungs- und Servi­cedienstes (OSD) durchkämmten vor der Entschärfung das Wohngebiet und forderten die Bewohner zum Verlassen auf.

Bombenentschärfung in Düsseldorf am Heerdter Dreieck: die Gefahrenbereiche. Foto: Feuerwehr

Im äußeren Radius (Gefahrenzone B), der den Raum 500 Meter um den Fundort umfasst, sollten Anwohner sich während der Zeit der Entschärfung in ihren Häusern und möglichst entfernt von Glasflächen aufhalten. Detaillierte Informationen hatten die Anwohner per Warnzettel erhalten. Autos sollten nach Möglichkeit nicht in den Gefahrenzonen A und B parken.

Seit Donnerstag acht Uhr waren Warnfahrzeuge der Feuerwehr im Gebiet unterwegs und gaben Verhaltenshinweise. Menschen, die in der Gefahrenzone wohnen und beispielsweise wegen Bettlägerigkeit oder Behinderung ihre Wohnungen nicht selbst verlassen können, konnten einen Transport über die Leitstelle der Feuer­wehr bestellen.

Anlaufstelle Comenius Gymnasium

Für die­jenigen, die während der Evakuierungszeit eine Anlaufstelle brauchten, standen ab 19 Uhr die Räume des Comenius-Gymnasiums an der Hansaallee 90 in Oberkassel offen. Die Feuerwehr bot einen Bustransfer an.

Betroffene Straßen:

Gefahrenbereich A (Evakuierungszone):

  • Drususstraße 11 – 33
  • Drususstraße 24 – 52
  • Greifweg 162. 174, 176
  • Neuwerker Straße 6
  • Nibelungenstraße 1 – 11
  • Nibelungenstraße 4 – 30
  • Pariser Straße 22, 24, 26

Gefahrenbereich B (Aufenthalt nur im Gebäude erlaubt):

  • Columbusstraße 52 – 86
  • Drususstraße 1 – 9
  • Drususstraße 4 – 22
  • Greifweg 88, 92
  • Hansaallee 17 – 119
  • Lohengrinstraße 1 – 25
  • Lohengrinstraße 16 – 32
  • Neuwerker Straße 15 – 45
  • Neuwerker Straße8 – 40
  • Pariser Straße 4 – 20, 65
  • Prinzenallee 5, 15
  • Schanzenstraße 55, 59, 61, 82
  • Tannhäuserstraße 3 – 25
  • Tannhäuserstraße 6 – 26
  • Viersener Straße 13 – 45
  • Viersener Straße 8 – 38           


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