Blühende Landschaften

Düsseltal/Mörsenbroich..  Das Stadtbild von Düsseldorf soll optisch durch so genannte Blühstreifen aufgewertet werden. Dabei handelt es sich um Flächen, die in artenreiche Blumenwiesen umgewandelt werden und Insekten und Kleinlebewesen als Lebensraum dienen. Das Gartenamt hat schon seit einigen Jahren an verschiedenen Stellen in der Stadt, unter anderem am Rather Broich vor dem Schützenplatz, Wildblumenwiesen mit Erfolg angelegt und will dieses Projekt nun ausweiten.

Dazu wurden Vorschläge für Flächen gesammelt, die sich für Blumenwiesen eignen würden. Hierzu gehören der Kreisverkehr in der Mercedesstraße in Düsseltal (110 Quadratmeter) und ein 3000 Quadratmeter großes Areal am Nördlichen Zubringer in Mörsenbroich. Bereits beschlossen ist noch in diesem Frühjahr mehrere Verkehrsinseln am Nordstern in Lohausen und Stockum mit einer Gesamtfläche von 3100 Quadratmetern in Blühwiesen umzuwandeln.

Zusätzlich zu den städtischen Projekten haben die Bezirksvertretungen noch die Möglichkeit, weitere Wünsche mit eigenen Geldern zu realisieren. Die Bezirksvertretung 6 hat dafür bereits Gelder reserviert und lässt zurzeit weitere Standorte unter anderem an der Kehler Straße und an der Eckener Straße prüfen. Die Neuanlage eines Blühstreifens kostet im Schnitt vier Euro pro Quadratmeter. Obwohl er nur einmal im Jahr gemäht werden muss, ist seine Pflege mehr als doppelt so teuer wie die von Rasenflächen, die sechsmal im Jahr geschnitten werden. Denn in diesem Fall kann geschnittenes Gras auf der Fläche liegen bleiben, während es bei Wiesen jedoch aufwendig entfernt werden muss. Zudem muss bei Blumenwiesen immer wieder nachgesät werden.

Bisher hat die Stadt nur Saatmischungen für sonnige Plätze getestet. Da es aber in der Innenstadt oft nur Flächen im Halbschatten oder Schatten gibt, stellt das Gartenamt zurzeit eigene Mischungen für die unterschiedlichen Bedingungen zusammen. Diese Mischungen sollen künftig auch zur Begrünung von neu angelegten Baumscheiben verwendet werden.