Bleibt Erkrath die Stadt im Grünen?

Erkrath..  Der Regionalrat der Bezirksregierung berät zurzeit über den Regionalplan. Dieser legt fest, welche Freiflächen in den nächsten zehn Jahren noch einer Bebauung zugeführt werden dürfen. Für Erkrath sind auf Wunsch der Ratsmehrheit bislang Bauflächen unter anderem auf dem Kleinen Bruchhaus, dem Cleverfeld, der Neanderhöhe, dem Neanderbogen in Alt-Hochdahl, am Kemperdick sowie nördlich der Neuenhausstrasse und rund um den Reiterhof in Unterfeldhaus vorgesehen. Insgesamt würden weit über 50 Hektar Grün-, Landschafts- und sogar Naturschutzfläche zerstört, wenn es zu der geplanten Bebauung dieser Flächen kommen würde. Dies entspricht der Fläche von etwa 70 Sportplätzen.

Bündnis 90/Die Grünen halten dies für ökologisch schädlich und wirtschaftlich unsinnig. Erkrath wäre nicht mehr länger „Stadt im Grünen“, Lebensqualität und Charakter unserer Stadt würden erheblich beeinträchtigt. Statt immer neue Flächen im Außenbereich zu zerstören, sollten vielmehr die Leerstände in den vorhandenen Gewerbegebiete und geeignete innerstädtische Flächen für zusätzlichen Wohnraum genutzt werden.

Bis zum 31. März haben alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, gegen den Entwurf des Regionalplans und die vorgesehenen Baugebiete Einspruch einzulegen. „Wie dies geht, über die weitere Entwicklung unserer Stadt und die Möglichkeiten, Einfluss darauf zu nehmen, wollen wir informieren und diskutieren“, sagt Peter Knitsch von den Erkrather Grünen. Er lädt interessierte Bürger zu einer Infoveranstaltung zum Thema ein am Dienstag, 10. Februar um 19.30 Uhr ins Bürgerhaus Hochdahl (Raum 3), Sedentaler Straße 105-107.