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Bio-Musik und Seelenstriptease

12.11.2010 | 19:18 Uhr
Bio-Musik und Seelenstriptease
Der junge Tänzer Constantin Hochkeppel. Foto: Lars Heidrich / WAZ FotoPool

Düsseldorf.Gute Ideen braucht die Kunst. Gestern sahen sich sogar Düsseldorfs Kulturdezernent Hans-Georg Lohe und langjährige Festivalorganisatoren wie Petra Winkelmann und Muna Zubi am Marketing-Stand einmal mehr vor die Qual der Wahl gestellt.

Da lag gleich ein ganzer Berg originell beschrifteter Festival-Buttons zur Auswahl bereit. Wohlgeformt (wie ART-ig) oder unschuldig (wie ART-ig)? Vollkommen oder gar trinkfest? Das Festival „Düsseldorf ist ART-ig“ ist eben vor allem eins. Immer wieder neu. Auch im siebten Jahr.

Kommende Woche ist es wieder soweit. Vom 18. bis 21. November präsentieren rund 150 junge Leute zwischen 15 und 23 eigene Kunstprojekte. 150 Anträge wurden ans Kulturamt gestellt, 47 verwirklicht. Darunter Kunstausstellungen und Fotoaktionen, Theater, Tanz, Konzerte, Lesungen und Filmvorführungen. Fünf Monate haben die Nachwuchskünstler mit ihren Mentoren geprobt, alles Künstler, die in den jeweiligen Bereichen arbeiten. Finanzielle Hilfe kam von der Vodafone-Stiftung. Sie unterstützt das Festival von Anfang an - diesmal wieder mit 140 000 Euro.

Schon gestern herrschte in der Jazz Schmiede, die auch einer der Veranstaltungsorte ist, Hochbetrieb. „Junge Leute managen das Fest und gestalten es auch“, hob Petra Winkelmann das Artig-Prinzip hervor. Dies schule nicht nur künstlerische Fähigkeiten, sondern auch die eigenverantwortliche Durchführung von Projekten. Dabei fehle es alljährlich nicht an frischen Ideen. Das beweisen nicht nur die einzelnen Präsentationen, sondern auch originelle Marketing-Einfälle wie eben jene Festival-Buttons, die bereits gestern viele Jacken, Sakkos und T-Shirts zierten.

Ein Präludium
in Schwarz

Neben Petra Winkelmann saß Muna Zubi. Auch sie zählt zu Düsseldorfs „Artigen“ der ersten Stunde. Zubi verwies stolz auf neue Festival-Artikel wie die Musik-CD und eine DVD, die alle Filme enthält.

Zeit für erste Kostproben. Die junge Pianistin Utako Washio gab ihre frisch komponierte „Bio-Musik“ zum Besten; eine von ihr entwickelte Gattung. Darunter Sonaten wie etwa das „Präludium in Schwarz“ - außerdem schreibt Utako aber modernen Rap und Lieder. Am Samstag, 20. November, stellt sie ihre spannende „Jetztmusik“ um 21 Uhr live in der Jazz Schmiede vor. Kollege Constantin Hochkeppel ist bereits am Eröffnungstag an der Reihe. Er präsentierte gestern Auszüge aus seiner Tanzperformance „Strip Your Soul - Sehnsucht bis zur Selbstaufgabe“. Am Donnerstag, 18. November (20 Uhr) und am Freitag, 19. November (20.30 Uhr) lädt Hochkeppel zur Vorführung ins Junge Schauspielhaus.

Noch was?
Der Eintritt ist überall frei.

Alle Infos www.duesseldorf-ist-artig.de

Petra Kuiper

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