Berufskolleg: Pläne sind umstritten

Benrath..  Die Union quittiert’s mit einem Kopfschütteln. Die CDU-Ratsfraktion kann Medienberichte über eine Planänderung beim Neubau des Albrecht-Dürer-Berufskollegs nicht nachvollziehen. „Wir erwarten nun eine offizielle Stellungnahme der Verwaltung, warum die Schule doch nach Benrath kommen soll und nicht zur Völklinger Straße. OB Geisel muss jetzt Transparenz walten lassen und die Karten auf den Tisch legen, zumal das Problem der Schadstoffbelastung des Geländes Telleringstraße völlig ungelöst ist“, betont Fraktionsvorsitzender Rüdiger Gutt. Für Aufklärung soll deshalb eine Anfrage sorgen, die von der CDU in der nächsten Ratssitzung gestellt wird.

„Nach unserem Kenntnisstand müssen auf dem Gelände umfangreiche Sanierungs- und Entsorgungsmaßnahmen erfolgen. Und dann wäre immer noch nicht sicher, ob dort am Ende Schul- und Wohnungsbau möglich ist“, erklärt Ratsherr Andreas Hartnigk, erster stellvertretender Fraktionsvorsitzender. „Zudem hat das Umweltamt in der Sitzung der BV 9 im September mitgeteilt: Thyssen-Krupp habe weder Interesse an einem Grundstücksverkauf noch an einer eigenen Nutzung. Geklärt werden muss auch, wer die Kosten der Sanierung trägt. Und schließlich braucht Benrath vor Schulstart ein Verkehrskonzept, das das erwartungsgemäß höhere Pkw-Aufkommen und den eventuell wegfallenden RE-Halt angemessen berücksichtigt.“ Gutt und Hartnigk geben sich verärgert: „Herr Geisel weckt mit seiner Ankündigung lauter Erwartungen, die nicht zu erfüllen sind. Leidtragende sind die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs, dessen aktueller Standort am Fürstenwall aus allen Nähten platzt. Sie werden im Stich gelassen, wenn der Neubaubeginn 2016 durch unrealistische Planungen verhindert wird.“