Beim Sex Aids-Erkrankung verschwiegen

Seine Aids-Erkrankung verschwiegen und mit einer arglosen Frau (30) ungeschützten Sex gehabt zu haben, brachte einem 38-Jährigen gestern beim Amtsgericht eine Bewährungsstrafe von acht Monaten ein. Das Urteil erging wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung. Laut Geständnis hatte der wegen Eigentumsdelikten schon vorbestrafte Mann im November 2013 mit jener Bekannten eine Nacht verbracht, obwohl er längst wusste, dass bei ihm eine HIV-Infektion festgestellt worden war. Besorgte Nachfragen der 30-Jährigen, ob er an ansteckenden Krankheiten leide, hatte er damals ausdrücklich zurückgewiesen. Er habe „nicht groß nachgedacht“. Erst von einer Freundin erfuhr die Frau dann, dass der Angeklagte HIV-positiv ist. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit gab die Frau im Prozess an, sie sei „schwer schockiert“ gewesen. Sie begab sich damals sofort in ärztliche Behandlung, Testreihen ergaben jedoch, dass eine Infektion mit dem HI-Virus bei ihr ausgeblieben ist. Für das Gericht einer der Gründe, um die Strafe für den 38-Jährigen zur Bewährung auszusetzen.