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Bei Trivago in Düsseldorf arbeiten Menschen aus 68 Nationen

06.02.2016 | 08:00 Uhr
Bei Trivago in Düsseldorf arbeiten Menschen aus 68 Nationen
Sprecherin Elke Schlager arbeitet seit mehreren Jahren bei Trivago und hat das Wachstum selber miterlebtFoto: STEFAN AREND

Düsseldorf.  Das Such- und Vergleichsportal für Hotels wächst rasant. Mit Lebensqualität am Arbeitsplatz werden in Düsseldorf 900 Mitarbeiter bei Laune gehalten.

Die Liste an Annehmlichkeiten ist lang: Toller Ausblick über die Dächer der Großstadt, Müsli- und Obst zur Selbstbedienung an jeder Ecke, Bibliothek, Billard und Tischtennis, Ruheräume in verschiedenen Designs von Asien bis Köln, Fitness schon am frühen Morgen et cetera. Auf den ersten Blick erscheint die Arbeit der „Urlaubsmacher“ von Trivago selbst wie Ferien. Das liegt zum einen an den Mitarbeitern aus über 68 unterschiedlichen Nationen, zum anderen eben auch an der besonders lockeren Atmosphäre, um die das noch bis 2018 am Bennigsen-Platz in Düsseldorf ansässige Online-Unternehmen bemüht ist.

Im Juni 2005 wurde die Trivago GmbH von drei Gesellschaftern gegründet, die bis heute mit an Bord sind. Das Konzept erklärt Elke Schlager, die seit mehreren Jahren für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist, so: „Trivago ist die weltgrößte Online-Hotelsuche, die Angebote von mehr als 900 000 Hotels auf über 250 Buchungsplattformen weltweit vergleicht.“ Das bedeute, dass ein Reisender nicht auf Trivago selbst bucht, sondern zu dem Anbieter weitergeleitet wird, bei dem das Hotel dann gebucht wird. Geld verdiene das Vergleichsportal durch ein Provisionsmodell mit Buchungsseiten wie etwa Expedia oder Booking.com. „Trivago integriert über 180 Millionen Hotelbewertungen und 14 Millionen Fotos“, erklärt Schlager weiter. Mehr als 120 Millionen Reisende würden den Hotelpreisvergleich mit Hilfe der zusätzlichen Filter monatlich nutzen.

Muttersprachler aus allen Ländern

Aus der simplen Geschäftsidee wurde in Windeseile eine Erfolgsgeschichte: Im Jahr 2007 begann das Unternehmen in Europa zu expandieren. Nord- und Südamerika folgten 2009. 2013 war die Webseite auch auf dem asiatisch-pazifischen Markt vertreten. Heute betreibt Trivago 52 Länderplattformen in 33 Sprachen von UK bis Singapur. Von 70 Mitarbeitern im Jahr 2010 ist Trivago auf knapp 900 Mitarbeiter angewachsen. Denn für jede Plattform brauche es „Native Speaker“, die fast alle Länderseiten von Düsseldorf aus betreuen, erklärt die Sprecherin. Wer den Tapetenwechsel sucht, darf mehrere Wochen pro Jahr in einer kleinen Außenstelle auf Mallorca arbeiten.

In den Büros ist Internationalität offensichtlich: Auf vielen Schreibtischen des auf drei Etagen in drei Gebäuden verteilten Unternehmens stehen kleine Nationalflaggen. Manchmal hängen sie auch groß von der Decke „Die Angestellten zeigen gerne, aus welchen Ländern sie kommen“, erzählt Elke Schlager, während sie durch die Räumlichkeiten führt. Das Hauptgeschäft mache das Unternehmen aber in Ländern, in denen es das Vergleichsportal schon lange gibt. Etwa in Spanien, Deutschland oder Italien.

Mal ist die Arbeitsatmosphäre ruhig und konzentriert, mal wird auf unterschiedlichen Sprachen wild durcheinander telefoniert. Je nachdem. Im Marketing geht es eben lauter zu als bei den Entwicklern. Arbeitsplätze bietet Trivago auch in ganz traditionellen Feldern, wie der Buchhaltung. Vieles geht aber in den kreativen Bereich. Von der Akquise der Geschäftspartner bis zur technischen Weiterentwicklung des Protals passiert alles im Haus. Und das in einem sehr jungen Team mit flachen Hierarchien. „Das Durchschnittsalter ist 27“, so Schlager. Jugendlichkeit sei zwar kein Einstellungskriterium, aber die Branche bringe es mit sich, dass viele junge Leute kommen.

Zwischen Trampolin und Yogamatte

Nach den Herkunftsstädten langjähriger Mitarbeiter sind Konferenzräume benannt. Mal trifft man sich also in Duisburg, mal irgendwo in der russischen Provinz. Gerade laufen zwei junge Mitarbeiterinnen auf dicken Socken über den Flur. „Die kommen vom Yoga“, sagt Schlager, als sei die indische Pausenbeschäftigung ganz selbstverständlich. Sie selbst hätte am Morgen bereits im Haus Sport gemacht – Trampolinspringen.

Auffällig: An einigen Ecken sind noch Schreibtische frei. Für die neuen Mitarbeiter, heißt es: „Wir stellen monatlich bis zu 30 neue Leute ein.“ Ein Trend, der sich fortsetzen soll. Schließlich werden 2018 die neuen Räume am Medienhafen bezogen, wo die Abteilungen näher zusammen rücken sollen. Noch mehr Platz für Wachstum. Der Blick auf die Umsätze der vergangenen Jahre zeigt, wohin die Reise gehen könnte. Waren es 2009 noch drei Millionen, hat Trivago 2015 stolze 500 Millionen Euro erwirtschaftet.

Dagmar Hornung

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2016-02-06 08:00
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