Bei Langeweile wird über die Inseln gehüpft
06.02.2012 | 13:22 Uhr 2012-02-06T13:22:00+0100
Düsseldorf.Klaus Frischemeyer lebt mit seienr Familie auf Teneriffa. in Düsseldorf hat er seine Reinigung aufgegeben. Zurück an den rhein zioehen will er nicht mehr.
„Aus der Euphorie heraus“ entschloss sich Klaus Frischemeyer vor 15 Jahren, nach einem Urlaub auf Teneriffa, sein bisheriges Leben als Besitzer einer Düsseldorfer Textil-Reinigung aufzugeben und auf die Kanaren-Insel auszuwandern. Dort lebt der heute 72-Jährige mit seiner Ehefrau Ute in der luftigen Höhe von etwa 745 Meter auf einem Berg. „Ich habe damals das Haus mit 15 000 Quadratmeter Grundstück gekauft und alles neu gemacht. Heute habe ich noch etwa 10 000 Quadratmeter“, erzählt der Rentner begeistert.
Damit hätte er zwar genug Platz um sich selbst zu versorgen, doch dafür bietet die Insel nicht die Möglichkeit: „Den letzten Regen hatten wir im April. Pflanzen müsste man hier selbst nachwässern. Das wird aber auf Dauer dann doch zu teuer, da kann man besser runter fahren und sich auf Märkten mit Lebensmitteln eindecken“, so Frischemeyer.
Blick von der Frischemeyer-Terrasse über den Pool hinweg zum Meer.Ab nach Gran Canaria
An besonders schönen Tagen fährt das Ehepaar an den Strand. Und wenn’s mal langweilig werden sollte auf Teneriffa? Insel-Hüpfen! Da geht es dann auch schon mal aufs benachbarte Gran Canaria.
Die Frischemeyers leben, wo andere Urlaub machen. Urlaub machen sie dann, wie zuletzt im September, in der alten Heimat Düsseldorf. Hier war der 72-Jährige schon seit zehn Jahren nicht mehr gewesen. „Ich komme aus der Altstadt, dort bin ich im Urlaub auch direkt wieder gewesen“, freut sich Frischemeyer. Auch seine beiden Söhne wurden bei dem Abstecher ins Rheinland besucht. Einer von ihnen lebt immer noch in Düsseldorf, der andere in der Nähe.
Nur das Uerige fehlt...
Auf die Frage, was er denn am meisten an Düsseldorf vermisse, antwortet der Rentner wie aus der Pistole geschossen: „Das Uerige! Damals hat mein Vater mich oft dorthin mitgenommen.“
Aber auch das kulturelle Angebot vermisst er: „Theater- und Konzertbesuche sind auf Teneriffa nur eingeschränkt möglich.“
Zurück nach Düsseldorf möchte Klaus Frischemeyer mit seiner Familie aber trotzdem nicht. „Wir haben hier alles, was wir brauchen und die Lebensqualität ist viel höher. In Düsseldorf ist es furchtbar hektisch, auf Teneriffa ist alles viel entspannter“, schwärmt Klaus Frischemeyer von seiner neuen Heimat unter der kanarischen Sonne.
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