Behörden Spiegel: Vorwürfe gegen Sicherheitsfirma

Dem Sicherheitsunternehmen Kötter, das Anfang dieses Jahres die Fluggastkontrollen am Flughafen Köln übernahm und auch am Düsseldorfer Airport im Einsatz ist, wird vorgeworfen, Angestellte in Köln falsch bezahlt zu haben. Das berichtet der Behörden Spiegel in seiner heutigen digitalen Ausgabe. Außerdem steht der Vorwurf im Raum, Geltendmachungen der Löhne in Düsseldorf und Köln nicht bearbeitet zu haben. Zwar seien die Luftsicherheitsassistenten pünktlich, aber falsch bezahlt worden, hieß es.

Dies führe dazu, dass manche Angestellten seit Januar Lohn einforderten und die Motivation der Arbeitnehmer deutlich abnehme. Einige Luftsicherheitsassistenten seien derart frustriert, dass sie gar nicht mehr zur Arbeit erschienen. Zudem wird berichtet, dass der Krankenstand seit Übernahme des Auftrages am Kölner Flughafen durch Kötter deutlich angestiegen sei. Germanwings bat ihre Passagiere wegen der Problematik offenbar bereits, aufgrund extrem hoher Wartezeiten mindestens vier Stunden vor Abflug an der Passagierkontrolle zu erscheinen. Hintergrund soll der Umstand sein, dass Kötter das notwendige Personal zur Abfertigung nicht stellen könne. In Köln fehlten dem Sicherheitsunternehmen inzwischen bis zu 70 Kräfte pro Stunde, in Düsseldorf seien es täglich bis zu 130 Mitarbeiter. Eine Ursache dieser personellen Unterbesetzung sei die Einsatzplanung mit einem einfachen Tabellenkalkulationsprogramm und nicht mit spezieller Software.