Bedeutendes Gemälde bleibt in Düsseldorf

Das hochrangige Gemälde „Pariser Wochentag“ von Adolph von Menzel bleibt im Düsseldorfer Museum Kunstpalast. Die „Beratende Kommission für die Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter, insbesondere aus jüdischem Besitz“ hat folgende Empfehlung ausgesprochen: „Die Kommission ist nach eingehender Prüfung der von den Parteien vorgelegten Schriftsätze und Dokumente zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich bei dem 1935 erfolgten Verkauf des Menzel-Gemäldes ‘Pariser Wochentag’ aus dem Gesamtgut Eduard L. Behrens nicht um einen NS-verfolgungsbedingten Vermögensverlust handelt, so dass die Herausgabe des Bildes an die Erbengemeinschaft nach George E. Behrens nicht empfohlen werden kann.“ Damit ist eine lange Diskussion um die Zukunft des Gemäldes „Pariser Wochentag“ (1869) von Adolph von Menzel entschieden. Die Stadt muss das Bild, das sich seit 1935 in der Gemäldesammlung der Stiftung Museum Kunstpalast am Ehrenhof befindet, nicht herausgeben. Um 1886 hatte Eduard Ludwig Behrens, Inhaber des Bankhauses L. Behrens Söhne in Hamburg, das Gemälde erworben. 1925 traf sein Enkel George E. Behrens die Entscheidung, einen Teil der Sammlung der Hamburger Kunsthalle leihweise zu überlassen. Anfang März 1935 teilte er der Kunsthalle mit, dass er beabsichtige, einige Werke zu verkaufen, darunter auch den „Pariser Wochentag“. Als das Gemälde dem Direktor der Städtischen Kunstsammlungen Düsseldorf angeboten wurde, gab der Oberbürgermeister persönlich im Juli 1935 die Genehmigung zu einem Ankauf. Seitdem gehört das Gemälde zu den Hauptwerken des Düsseldorfer Kunstmuseums, heute Museum Kunstpalast. Als ein Schlüsselwerk des modernen Großstadtbildes war es bis heute am Ehrenhof permanent ausgestellt und wurde in zahllosen Publikationen veröffentlicht. Gerühmt als ein „Bahnbrecher des neuen Realismus“ (W. Hofmann), zählt der „Pariser Wochentag“ zu den am häufigsten angefragten Exponaten für große internationale Ausstellungen – von den USA bis Japan.