Baumängel: Hallenbad geschlossen

Aufgrund technischer Mängel hat die städtische Bädergesellschaft am gestrigen Freitag das Gartenhallenbad Oberkassel geschlossen. „Vorübergehend“, wie es offiziell heißt. Nach Informationen der NRZ soll das Bad aber einsturzgefährdet sein. Roland Kettler, Chef der Bädergesellschaft, wollte dies so nicht bestätigen, sagte: „Das Bad ist nicht in Gänze einsturzgefährdet.“ Erneute Mängel, die bereits nach einem Gutachten aus dem Jahr 2010 und nach einem Abfall von Fliesen von der Fassade auf den Gehweg vor einem Jahr festgestellt wurden, wurden nun nach einer weiteren so genannten „Bauteilöffnung“ festgestellt. Diese Mängel sind offenbar so erheblich, dass die Sicherheit der Badegäste nicht mehr gewährleistet ist und das Bad sofort geschlossen wurde. Konkrete Angaben wollte der Bäder-Chef nicht machen, da das schriftliche Ergebnis über die Schäden erst kommende Woche vorliegt.

Der Aufsichtsrat der Bädergesellschaft wurde laufend über die Mängel am Oberkasseler Bad informiert - reagiert hatte die Stadt und Politik bisher allerdings nicht. Nun ist sie nach der Schließung am Zug. „Wir betreiben dieses Bad als städtisches Gebäude“, so Kettler. „Bei der Stadt muss daher nun entschieden werden, was damit weiter geschieht.“

Möglicherweise steht ein Abriss an, schließlich wurde das Oberkasseler Gartenhallenbad bereits 1966/68 gebaut.

In der Bauweise ist es übrigens vergleichbar mit dem Bad in Unterrath, das ebenfalls in den 60er Jahren erstellt wurde und in den 90er Jahren einen Anbau erhielt. Nach Kettlers Aussage wurden in Unterrath aber „diese Art der Auffälligkeiten nicht festgestellt“. Ein Insider sagte der NRZ aber, dass „dies nur noch eine Frage der Zeit ist“.