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Bauarbeiter stürzen in Düsseldorf zehn Meter tief in Aufzugsschacht

26.03.2013 | 14:04 Uhr
Bauarbeiter stürzen in Düsseldorf zehn Meter tief in Aufzugsschacht
Innerhalb weniger Minuten kam es zu mehreren Arbeitsunfällen. Zwei Bauarbeiter wurden schwer verletzt.Foto: Felix Abraham

Düsseldorf.  Weil eine Arbeitsplattform in einem Aufzugschacht abstürzte, sind in Düsseldorf am Dienstagmorgen zwei Arbeiter zehn Meter tief gestürzt. Sie wurden dabei schwer verletzt. Erst kurz zuvor hatten Notärzte in der Nähe einen Arbeiter versorgen müssen.

Gleich drei Notfallpatienten durch Arbeitsunfälle innerhalb kürzester Zeit mussten die städtischen Notärzte der Rettungswachen Münsterstraße und Posener Straße in Stadtmitte versorgen. Auf einer Baustelle an einem Eckgebäude in der Bleichstraße – nahegelegen zum Schauspielhaus, sind am Morgen zwei Bauarbeiter rund zehn Meter tief abgestürzt und dabei schwer verletzt worden.

Rund 20 Minuten vorher gab es bereits einen Arbeitsunfall im gegenüberliegenden Schauspielhaus, wo ein Arbeiter auf der Bühne verletzt worden war. Der erste Notruf kam vom Bühneneingang des Schauspielhauses. Ein 42-jähriger Arbeiter hatte sich auf der Bühne am Rücken schwer verletzt. Die Leistelle alarmierte den Notarzt und einen Rettungswagen. Noch während drinnen im Schauspielhaus der Verletzte durch das Rettungsteam erstversorgt wurde, kam es in direkter Nähe zu einem folgenschweren Arbeitsunfall.

Arbeiter stürzten mit ihrer Plattform ab

Zwei Bauarbeiter – beide etwa Mitte 30, waren auf einer Arbeitsplattform in einem Aufzugschacht mit der Montage von Doppel-T-Stahlträgern beschäftigt. Die Arbeitsplattform war in der Wand des Schachtes mit Maueranker befestigt worden. Die Stahlträger lagerten dabei auf der Plattform. Warum diese plötzlich aus der Verankerung riss und in die Tiefe stürzte, klärt die Polizei und die Abteilung Arbeitsschutz von der Bezirksregierung.

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Die Arbeiter stürzten samt Plattform und Material bis in Höhe der Tiefgarage ab. Die Kollegen riefen die Feuerwehr zu Hilfe und kümmerten sich um die Schwerverletzten. Der Notarzt war wegen des vorangegangenen Unfalls am Schauspielhaus noch vor Ort. Der verletzte Düsseldorfer kam mit einem Rettungswagen in das EVK. Weitere Rettungs- und Feuerwehrkräfte waren zu diesem Zeitpunkt schon zur Bleichstraße unterwegs.

Mit patientengerechtem Rettungsequipment ausgestattet (Vakuum-Matratze, Spineboard, Stifneck und Schleifkorbtrage), wurden die Patienten stabil und schmerzfrei aus dem zweiten Untergeschoss der Tiefgarage auf die Straße hoch getragen. Unter Begleitung von Notärzten kamen sie in Krankenhäuser – Uniklinik und Marienhospital. Während der Rettungsarbeiten musste die Bleichstraße für rund eine Stunde komplett gesperrt werden.



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