Balkonbrand: Familie nun ohne Zuhause

Erkrath..  Die Feuerwehr Erkrath hat in der Silvesternacht einen Balkonbrand in Hochdahl gelöscht. Grund für das Feuer war vermutlich eine fehlgeleitete Rakete. Die Bewohner waren nicht anwesend.

Der Brand war gegen 0.30 Uhr gemeldet worden. Als die Feuerwehrleute an der betroffenen Wohnung eintrafen, bemerkten sie auf einem Balkon im ersten Obergeschoss das Feuer mit starker Rauchentwicklung. Über eine tragbare Leiter gelangten die Einsatzkräfte auf den Balkon, wo sie eine brennende Holzvertäfelung löschten. Durch die starke Wärmestrahlung war aber bereits ein Fenster geplatzt und der Brandrauch hatte sich in der Wohnung ausgebreitet. Sie ist nun nicht mehr bewohnbar. Die vierköpfige Familie ist vorerst bei Verwandten untergekommen.

Die Feuerwehr kontrollierte auch die Wohnung im Geschoss darüber. Sie war rauchfrei. Ein auf der Straße vor dem Haus im absoluten Halteverbot abgestellter Pkw behinderte die Feuerwehr und wurde leicht beschädigt.

Zuvor war die Erkrather Feuerwehr bereits zu einem Wohnungsbrand in einem Hochhaus in Haan ausgerückt. Die Kollegen hatten sie angefordert, da die Flammen aus dem siebten Stock in darüberliegende Geschosse überzugreifen drohten.

Hochhausbrand in Haan

Der Löschzug II sowie der Einsatzführungsdienst B rückten umgehend mit einem Löschgruppenfahrzeug und einem Einsatzleitwagen nach Haan aus. Um genügend weitere Einsatzkräfte für mögliche Einsätze zum Jahreswechsel im Stadtgebiet Erkrath vorzuhalten, wurde parallel dazu Vollalarm für alle drei Löschzüge der Feuerwehr Erkrath ausgelöst. Diese Kräfte besetzten dann die Feuer- und Rettungswache an der Schimmelbuschstraße sowie das Gerätehaus des Löschzuges Alt-Erkrath an der Ludenberger Straße.

Da die Feuerwehr Haan die Lage vor Ort unter Kontrolle gebracht hatte, wurden die angeforderten Kräfte der Feuerwehr Erkrath nicht mehr benötigt und machten sich umgehend auf den Rückweg. Dabei erhielten sie den Notruf aus Hochdahl.

Gegen 2 Uhr wurde zudem ein Verkehrsunfall mit einer leichtverletzten Person auf der A3 in Fahrtrichtung Oberhausen gemeldet. Hierhin rückte zur Absicherung der Einsatzstelle ein Löschgruppenfahrzeug der hauptamtlichen Wache aus. Den Transport der verletzten Person übernahm ein Rettungswagen der Feuerwehr Langenfeld.

Da der Rettungswagen der Feuerwehr Erkrath bereits in einem Einsatz gebunden war, wurde um 5.44 Uhr ein Löschgruppenfahrzeug der hauptamtlichen Wache zur Erstversorgung einer verletzten Person am Hochdahler Markt alarmiert. Die Einsatzkräfte des Löschgruppenfahrzeuges versorgten den Patienten und übergaben ihn dem Rettungswagen der Feuerwehr Hilden. Extrem dichter Nebel sowie Straßenglätte erschwerten die Anfahrt zu den Einsatzstellen erheblich.