Bald droht die Einbahnstraße

Die Körfer-Gruppe aus Köln hat die ehemalige Kaufhof-Immobilie an der Berliner Allee zum 6. Januar übernommen und bereitet seitdem alles für den Umbau zum „Crown“ (Krone) vor, das Anfang 2017 eröffnen soll. Vorgesehen sind in dem neuen Konzept Einzelhandel auf drei Etagen, Gastronomie im Erd- und im ersten Obergeschoss sowie knapp 400 Parkplätze. Auf dem Dach wird ein Vier-Sterne-Hotel der Carat-Gruppe mit 190 Zimmern entstehen. Für den Umbau sind 65 Millionen Euro angesetzt. Das Hochhaus in dem Block bleibt von all dem unberührt. Laut Oliver Berief von der Körfer-Gruppe soll in den nächsten Monaten zunächst das Gebäude entkernt werden. Anschließend folgt der Abbruch des Verwaltungstrakts an der Oststraße sowie zweier Parkdecks und der Fassade.

Damit die Laster gut zur und von der Baustelle kommen, wird ein Teil der Bahnstraße mit einem Bauzaun abgetrennt. Sie wird dann während der Bauarbeiten zur Einbahnstraße. Dies wird vermutlich schon ab dieser Woche der Fall sein. „Der Verkehr fließt auf der Bahnstraße dann nur noch in Richtung Berliner Allee“, sagt Andrea Blome, Leiterin des Amts für Verkehrsmanagement. Dies sei an dieser Stelle nötig, weil auf allen anderen Seiten des Komplexes – Ost- und Graf-Adolf-Straße, Berliner Allee – das Verkehrsaufkommen deutlich höher sei und es zu Beeinträchtigungen führen würde. Wann genau die Änderung der Verkehrsführung erfolgt, stehe noch nicht im Detail fest.

Da bei ihrer Behörde noch kein Antrag für eine Baustelleneinrichtungsfläche auf der Bahnstraße vorliege, sei auch bislang noch keine Genehmigung erteilt worden. Der Antrag soll laut Berief in diesen Tagen vorliegen.

Die Körfer-Gruppe als Eigentümerin hat den Komplex inzwischen an die Arbeitsgemeinschaft übergeben, die aus den beiden für den Umbau zuständigen Unternehmen gebildet wurde. Besonders gefreut hat sich Berief über die „vorbildliche Übergabe“ des Gebäudes durch Kaufhof: „Da lag nicht mal mehr ein Blatt Papier drin.“