Aufregung über die „Düsseldorfer Dreckschweine“

So sieht’s nicht selten aus am Container-Stellplatz vor der Wohnungstür von NRZ-Leser Werner Basten, der uns dieses Foto geschickt hat.
So sieht’s nicht selten aus am Container-Stellplatz vor der Wohnungstür von NRZ-Leser Werner Basten, der uns dieses Foto geschickt hat.
Foto: Werner Basten
Was wir bereits wissen
Viele Leser haben auf den NRZ-Bericht über vermüllte Container-Standorte in Düsseldorf reagiert. Hier eine Auswahl der Leserbriefe zum Thema.

Düsseldorf.. Am Mittwoch berichtete die NRZ mit der Überschrift „Warum gibt’s so viele Dreckschweine?“ über verdreckte und zugemüllte Container-Stellplätze im Stadtgebiet. Dazu gab es eine Vielzahl von Leser-Reaktionen. Hier eine Auswahl:

„Super, super, das war die richtige Beschreibung. Dies sind noch harmlose Bilder. Hier z.B. Rather Straße Container Merziger Straße: TV´s, Matratzen, Sperrmüll, Restmüll, Fernsehkartonagen und noch vieles mehr, werden achtlos abgestellt. Frage: Warum reinigt die Awista? Wäre ich Müllwerker, würde ich mich weigern, dort zu reinigen. (...) Ich habe diese Müllprobleme bereits im Wahlkampf 2014 bei einer Diskussion mit Frau Gudrun Hock und Thomas Geisel angesprochen. Als VRR-Nutzer fahre ich viel durch Düsseldorf. Dabei stelle ich das Problem Container-Müll besonders in Stadtteilen wie Garath, Vennhausen, Oberbilk usw. fest. Also in Stadtteilen, wo sich die Bürger beschweren, dass ihre Bereiche so vernachlässigt werden gegenüber dem Kö-Bogen.Jürgen Wienrich


„Mit großem Interresse habe ich ihren Bericht über die Container-Stellplätze gelesen! Ich kann ihre Beobachtungen nur bestätigen! Meine Freundin wohnt in Sichtweite so eines Areals! Sind Glas-oder Papiercontainer voll wird einfach alles davorgestellt! Der Wind verteilt es dann schön in der Gegend. Aus dem Altkleidercontainer werden Klamotten gezogen und wenn sie nicht gefallen werden sie einfach vor den Container geworfen! Besonders stark ist die Vermüllung nach Feiertagen wie Weihnachten oder Ostern! Oft werden auch Hausmüll oder sogar halbvolle Farbeimer in dem Bereich abgestellt! Besonders schlimm finde ich die Leute, die mit dem Auto vorfahren. Sind die Container voll, nehmen diese Leute selten ihren Müll wieder mit sondern stellen ihn einfach dazu! Man könnte mühelos einen anderen Container anfahren oder den Recyclinghof ansteuern! Das scheint für manche Leute aber ein Problem zu sein! Ihre Überschrift ist nicht provokant sondern absolut zutreffend: Diese Leute sind absolute Dreckschweine!! Auch wenn man damit die Schweine beleidigt.Bernd Overfeld

„Ich bin auch ein Betroffener der sich auch darüber ärgert. Bei uns sind die Container zumindest seit 2010 erstmal aus dem Blickfeld unsere Wohnung gestellt worden. Aber das Problem ist geblieben: Sobald man die Straße betritt sieht man den Dreck. Jetzt stehen die Container sehr günstig für die Autofahrer, dort halten sie in der zweiten Reihe und entsorgen ihre Kartons, darunter auch auswärtige Nummernschilder, Kneipen, Weinhäuser und Trinkhallenbesitzer. Nebenbei sind drei Parkplätze entfallen, das ist für uns Anlieger der Gladbacher Straße auch nicht sehr schön. Die Frage ist, ob es nicht eine andere Möglichkeit wie die Container gibt? Vielen Dank für Ihren Bericht.“ Werner Basten

„So wie es Götz Middeldorf in dem Artikel schrieb, sehe ich es auch. Meiner Meinung nach, liegt dies an dem Massenkonsum einiger Mitmenschen. Die das kaufen, das ihnen in der ständigen Werbung vermittelt bekommen. Wenn es aber dann unnütz ist, wird es einfach irgendwo weggeschmissen.“ Addi Thoenissen

„Endlich wird das Thema der meist verdreckten Container-Stellplätze in Düsseldorf einmal öffentlich diskutiert! Schon lange habe ich darauf gewartet. Über zwei solcher Plätze in meiner unmittelbaren Umgebung ärgere ich mich enorm: Zum Einen ist es der Platz an der Kalkumer Straße, gegenüber dem Großmarkt in Unterrath und zum anderen betrifft es den ehemaligen Platz am Parkeingang an der Unterrather Straße, parallel der Syltstraße. Diesen Platz habe ich täglich vor Augen, da ich Anwohnerin der Syltstraße bin. Als die Wertstoffcontainer dort noch standen, entwickelte sich dieser Platz langsam zur Müllhalde. Seit dem die Container - auf Grund dieser Entwicklung – dort entfernt wurden, geht das dissoziale Verhalten der Mitmenschen erst recht weiter. Spricht man Leute daraufhin an, was sie sich dabei denken, dort weiter Flaschen und anderen Müll abzustellen, bekommt man doch tatsächlich meistens die Antwort: „Ist die Stadt doch selbst schuld, wenn hier die Container weggenommen werden!“
Klar, frei nach dem Motto: Nach mir die Sinnflut. Hauptsache, ich bin meinen Dreck schon mal los!! Sprachlos über dieses Verhalten wird einem aber leider immer mehr bewusst, dass genau diese Einstellung schon lange für viele normal ist. Rücksichtslosigkeit, Egal-Einstellung und überzogener Egoismus macht sich in unserer Gesellschaft breit und diese Containerplätze spiegeln es leider gut wieder.

Ein absolutes No-Go ist der Platz gegenüber dem Großmarkt. Dort fahre ich jeden Morgen mit dem Rad zur Arbeit entlang und hier steht oft so viel Müll (Farbeimer, Elektrogeräte u.V.m), dass ich nicht selten vom Radweg auf die Straße wechseln muss, um daran vorbei zu kommen! Nicht selten sind dann dort schon die fleißigen Hände der Awista-Mitarbeiter tätig, die auch dort wieder den Dreck dieser „netten“ Mitmenschen entsorgen.

Ich glaube, dass ein Wegnehmen der Container oder ein Aufstellen einer anderen Art von Containern das Problem nicht lösen wird (wie auch oben schon beschrieben). Ich meine, dass dieses Thema einfach das gesamtgesellschaftliche Problem des Miteinanders widerspiegelt (...)“ Regina Beuth

„Das Anhäufen von Müll neben den Containern, meistens Papier, liegt auch an den oft nicht eingehaltenen Leerungsterminen der Entsorger. Sicherlich ist das kein Grund für Bürger, ihren Müll neben volle Containern zu stellen, erklärt aber häufig die Vermüllung. Die turnusmäßigen Leerungstermine sollten den tatsächlichen Müllanfall angepasst werden.“ Michael Storek