Auf dem letzten Weg

Sterben – ein Thema, das jeden angeht, das aber oft verdrängt wird. Je älter wir werden, desto drängender stellt sich die Frage: Kann ich meinen Sterbeprozess beeinflussen, ihn abkürzen? Oder bin ich am Ende meines Lebens Ärzten und Pflegepersonal ohnmächtig ausgeliefert? Mit solchen Fragen beschäftigt sich der Seniorenbeirat am Freitag. Immer mehr Menschen legen in einer Patientenverfügung fest, wie zu verfahren ist, wenn sie unheilbar krank sind und sich selber nicht mehr äußern können: zum Beispiel keine lebensverlängernden Maßnahmen, keine Abhängigkeit von technischen Geräten. Immer mehr Menschen wollen selber bestimmen, wann ihr Leben zu Ende gehen soll. Schon jetzt dürfen sie sich dabei helfen lassen (passive Sterbehilfe), müssen dann aber selber aktiv sein. Soll diese Grenze weiterhin gelten? Oder wird es den „Tod auf Verlangen“ geben? Darüber wird im Bundestag und in der Öffentlichkeit lebhaft debattiert. Der Seniorenbeirat wird sich in seiner öffentlichen Sitzung am kommenden Freitag, 30. Januar 2015, ab 10 Uhr im Düsseldorfer Rathaus mit diesem Thema beschäftigen. Es referieren ein Politiker, ein Arzt und ein Krankenhausseelsorger. Anschließend sind alle Anwesenden zur Diskussion eingeladen.