Arena-Schläger bestreiten Attacke

Der Prozess um zwei Männer, die im Oktober 2012 einen Fan-Betreuer der Fortuna nach dem Heimspiel gegen Bayern München ins Koma geprügelt haben sollen, wird seit gestern vorm Landgericht neu verhandelt. Die beiden im Januar in erster Instanz zu drei Jahren und drei Monaten Gefängnis Verurteilten haben Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Nach wie vor wirft die Anklage ihnen vor, den 35-jährigen Mann damals verprügelt zu haben, weil er sie nach dem Spiel auf ihr rüpelhaftes Verhalten im Stadion ansprach. Sie sollen während des Spiels andere Besucher mit Bechern und Essen beworfen und beleidigt haben. Als der Fan-Betreuer sie zur Rede stellte, hielt einer der Männer ihn zusammen mit einem Unbekannten fest, während der andere mehrfach gegen den Kopf des 35-Jährigen trat. Der Mann erlitt schwere Kopfverletzungen, unter anderem wurde seine gesamte Stirnfront zertrümmert, bis heute leidet er unter den Folgen der brutalen Attacke.

Doch die Angeklagten bestreiten die Tat. Während einer von ihnen, derjenige, der das Opfer getreten haben soll, gestern schwieg, verlas der andere erstmals eine Erklärung seiner Version der Geschehnisse. Demnach habe der Fan-Betreuer seinen Freund zuerst provoziert und angegangen. Als die beiden dann anfingen, sich zu prügeln, habe er lediglich geholfen, sie auseinanderzubringen. Das Opfer, das ebenfalls nochmal aussagen musste, ist sich allerdings weiterhin sicher, von dem 29-Jährigen festgehalten worden zu sein, während dessen Kumpel auf ihn eintrat. Vier weitere Prozesstage mit allen Zeugen aus der vorherigen Verhandlung sind nun angesetzt.