Arabischer Scheich im Düsseldorfer Luxushotel bestohlen

Aus einem Hotelsafe in Düsseldorf soll ein Angestellter Geld eines Scheichs gestohlen haben.
Aus einem Hotelsafe in Düsseldorf soll ein Angestellter Geld eines Scheichs gestohlen haben.
Foto: Angélique Wemmer/ Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Hotel-Techniker mit Generalschlüssel für Düsseldorfer Luxushotel, soll einen einen Scheich aus dem Herrscherhaus des Emirats Dubai bestohlen haben.

Düsseldorf.. Nach einem der ungewöhnlichsten Diebstähle der vergangenen Jahre in Düsseldorf hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 30-jährigen Techniker erhoben. Das hat das Amtsgericht am Montag bestätigt. Als Hausangestellter in einem Luxus-Hotel an der Kö hat der Mann demnach Ende 2013 aus dem Safe in einer der teuersten Suiten einen Umschlag mit 50.000 Euro in bar entwendet.

Das Diebstahls-Opfer war dem Vernehmen nach ein Scheich aus dem Herrscherhaus des Emirats Dubai und Mitglied in der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate.

Techniker hatte Generalschlüssel für Düsseldorfer Luxushotel

Um die ersten Septembertage 2013 ist der Gesandtschaft rund um den hochrangigen Scheich der Verlust jenes Geldumschlags damals aufgefallen. Parallel dazu hat der nun 30-jährige Haustechniker seinen Dienst im Luxus-Hotel ohne Angaben von Gründen plötzlich nicht mehr aufgenommen. Ermittlungen ergaben, dass der Mann bis dahin über einen so genannten Master-Code verfügt hatte, mit dem sich sämtliche Behältnisse in dem Luxus-Domizil öffnen lassen.

Für den Fall einer Fehlfunktion hatte das Hotel eine kleine Auswahl von Mitarbeitern mit jenem Code ausgestattet, um Gästen jederzeit helfen zu können. Dies soll der Ex-Mitarbeiter dann aber ausgenutzt – und den Gast bestohlen haben. Das hat der Verdächtigte angeblich nun gestanden und darauf verzichtet, sich für den drohenden Strafprozess einen Anwalt zu nehmen. Als Tatmotiv soll er angegeben haben, er sei hoch verschuldet gewesen, habe der Verlockung des vielen Bargeldes in dem Zimmer-Safe jener Luxus-Suite nicht widerstehen können.

Die Anklage geht von Einbruchs-Diebstahl aus, weil das Bargeld des hochrangigen Gastes durch den Safe und dessen Schloss vor einer Wegnahme besonders gesichert war. Dafür droht in solchen Fällen eine Haftstrafe zwischen drei Monaten und zehn Jahren. Ob diese Anklage zugelassen und wann darüber verhandelt wird, ist noch ungewiss.