Anwohner beschwert sich vor Rheinkirmes über Beleuchtung

Schon vor dem Start der Düsseldorfer Rheinkirmes gibt es Ärger um die Beleuchtung der Fahrgeschäfte.
Schon vor dem Start der Düsseldorfer Rheinkirmes gibt es Ärger um die Beleuchtung der Fahrgeschäfte.
Foto: Kai Kitschenberg/Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Düsseldorfer Rheinkirmes startet erst am Freitag, eine Anwohnerbeschwerde gibt es trotzdem schon: Die Beleuchtung am "Hangover Tower" sei zu hell.

Düsseldorf.. 80 Meter schraubt sich die drehende Gondel des "Hangover Towers" wie ein Korkenzieher in die Höhe - nur um wenige Sekunden später im freien Fall wieder Richtung Erde zu rasen. Auf der Düsseldorfer Rheinkirmes feiert das Fahrgeschäft seine Premiere, gilt als Hauptattraktion in diesem Jahr. Doch noch vor dem offiziellen Start am Freitag gab es jetzt die erste Beschwerde - wegen Lichtverschmutzung. Heißt: Ein Anwohner fühlte sich von der LED-Beleuchtung gestört.

Um auf die Weltneuheit hinzuweisen, hatte das Schausteller-Ehepaar Christina und Ewald Schneider zwei Ringe mit einem Schriftzug am vergangenen Wochenende probeweise leuchten lassen. Als sie von der Anwohnerbeschwerde erfuhren, hatten sie die Beleuchtung jedoch wieder abgeschaltet, um weiteren Ärger zu vermeiden.

Rheinkirmes Für die erfahrenen Betreiber des Fahrgeschäfts sind Beschwerden wegen Licht und Lautstärke nichts Neues. "Wir haben uns mit dem Beschwerdesteller geeinigt und einen Kompromiss geschlossen", sagt Ewald Schneider. Während der Aufbauzeit, also bis zum Start der Rheinkirmes am Freitag, bleibe der Turm ab 22 Uhr im Dunkeln. Während der zehn Kirmestage werde die Beleuchtung dann aber durchlaufen.

Messungen im Schlafzimmer

Beschwerden wie diese sind nichts Außerwöhnliches, weiß der Geschäftsführer der PR-Agentur Osicom, die die Rheinkirmes begleitet. Er vermutet: "Dass es beim 'Hangover Tower' zu solchen Problemen kommt, mag daran liegen, dass er mit gut 80 Metern höher als die bisherigen Fahrgeschäfte ist."

Bereits im vergangenen Jahr, kurz vor Weihnachten, hatte es ähnliche Probleme mit einem Riesenrad auf dem Burgplatz gegeben. Auch hier hatte sich ein Bewohner wegen der LED-Beleuchtung beschwert: "Die Ämter haben daraufhin eine Messung im Schlafzimmer des Beschwerdestellers durchgeführt", sagt der Osicom-Geschäftsführer. Die Messwerte hätten allerdings nicht höher als die einer 30 Zentimeter entfernten Kerze gelegen.