Anonymer Zeuge meldet sich bei Hildener Vergewaltigungsopfer

Die Polizei Mettmann hat ihre Rasterfahndung nach dem Vergewaltiger ausgeweitet.
Die Polizei Mettmann hat ihre Rasterfahndung nach dem Vergewaltiger ausgeweitet.
Was wir bereits wissen
300 weitere Männer hat die Polizei auf der Suche nach dem Doppel-Vergewaltiger von Hilden vorgeladen. Ein wichtiger Zeuge meldete sich derweil beim Opfer.

Hilden/Langenfeld.. Bei der Suche nach einem Zweifach-Vergewaltiger im Kreis Mettmann erweitert die Polizei nun ihre Rasterfahndung. Nachdem Anfang des Monats bereits 200 Männer vorgeladen wurden, sind am Montag noch einmal rund 300 von der Polizei angeschrieben worden. Ein bislang unbekannter Augenzeuge der zweiten Vergewaltigung hat sich derweil erneut gemeldet. Diesmal allerdings beim Opfer.

In der Vorladung der Kreispolizeibehörde in Mettmann werden die 300 Männer aufgefordert, bei ihrer örtlichen Polizei innerhalb dieser oder kommender Woche persönlich zu erscheinen. Auf einen richterlichen Beschluss des Amtsgerichts Düsseldorf hin dürfen die Beamten so alle in Hilden gemeldeten jungen Männer, die der Täterbeschreibung entsprechen, kontrollieren.

Auf die selbe Weise waren bereits Anfang Januar rund 200 junge Männer aus Hilden zu einem Besuch bei der Polizei aufgefordert worden. Etwa 60 davon folgten der Vorladung nicht. Sie wurden nun erneut angeschrieben.

Vergewaltigungen im Mai und September

Die erste brutale Vergewaltigung hatte sich am 31. Mai 2014 gegen 3.15 Uhr am S-Bahnhof in Langenfeld-Berghausen ereignet. Zur zweiten Vergewaltigung in Hilden-Süd kam es am 29.September 2014 gegen 10 Uhr. Diese Tat wurde der Polizei erst Tage später durch einen anonymen Hinweis bekannt. Das von beiden Opfern beschriebene Aussehen der Täter war so ähnlich, dass die Polizei davon ausgeht, dass es sich um den selben Mann handelt.

Aktuell sucht die Polizei noch immer nach dem unbekannten Augenzeugen aus Hilden, wie eine Sprecherin der Polizei am Mittwochvormittag mitteilte. Als in den Medien wieder vermehrt über die Suche nach dem Vergewaltiger berichtet wurde, wandte sich der Unbekannte in einem anonym verfassten Schreiben unmittelbar an das Hildener Opfer - jedoch nicht an die Polizei.

Anonymer Hinweisgeber schildert Einzelheiten der Tat

Laut Polizei bringe der Schreiber "sehr eindrucksvoll und glaubhaft seine große Scham und Reue bezüglich seines bisherigen Verhaltens und seiner Mutlosigkeit" zum Ausdruck. Erneut schildere er aber auch Einzelheiten zur Tat, die den Ermittlern bisher unbekannt waren, heißt es vonseiten der Polizei.

Das Vergewaltigungsopfer fordert den anonymen Hinweisgeber nun noch einmal ausdrücklich auf, sich namentlich bei der Polizei zu melden und bei der Aufklärung der beiden schweren Straftaten aus Langenfeld und Hilden aktiv zu helfen.

Hinweise werden mit 1.500 Euro belohnt

Zur Unterstützung der weiterhin laufenden Öffentlichkeitsfahndung hat die zuständige Staatsanwaltschaft in Düsseldorf bereits im November eine Belohnung in Höhe von 1500 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Ergreifung und rechtskräftigen Verurteilung des gesuchten Straftäters führen.

Hinweise nehmen auch weiterhin alle Polizeidienststellen im Kreis Mettmann, insbesondere das Kriminalkommissariat 11 der Kreispolizei über die Sonderrufnummer 02104/982-7129 jederzeit entgegen. (we)