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Beziehungsdrama

Anklage nach Säureattacke auf junge Frau in Hilden

22.03.2013 | 07:00 Uhr
Anklage nach Säureattacke auf junge Frau in Hilden
In einer Wohnung am am Albert-Schweitzer-Weg in Hilden geschah der Säure-Anschlag auf eine junge Deutsch-Türkin. Foto: Lars Heidrich/WAZ FotoPool

Hilden/Düsseldorf. Mit einer brutalen Säure-Attacke hat der Serhat K. (22) seine Ex-Freundin (20) für die Trennung von ihm bestraft. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen schwerer Körperverletzung gegen ihn und seinen Helfer (19) erhoben.

Am Vormittag des 29. Dezember 2012 hatte die junge Frau ahnungslos die Tür ihrer Wohnung in Hilden geöffnet und eine Flüssigkeit ins Gesicht bekommen, die starkes Brennen verursachte.

Frau erblindete auf dem linken Auge

Es war zehnprozentige Schwefelsäure. Der Täter, den sie nicht kannte, verschwand, sie kam mit zweit- bis drittgradigen Verätzungen ins Krankenhaus. Im Gesicht, an Hals und im Brustbereich und auch auf den Oberschenkeln hat die Säure sie verletzt. Laut Anklage soll sie auf dem linken Auge erblindet sein.

Säureanschlag
Opfer von Säure-Attentat in Hilden bangt um Auge

Sechs Tage nach einem Säure-Attentat auf eine junge Frau in Hilden ist die 20-Jährige doch schwerer verletzt, als anfangs vermutet. Laut Staatsanwaltschaft Düsseldorf bangt sie um ihr Augenlicht. Die Polizei weist Kritik der Familie des Opfers an Ermittlungen zurück.

Die Polizei hatte gleich ihren Ex-Freund in Verdacht, weil sie ihn bereits mehrfach angezeigt und ein Näherungsverbot durchgesetzt hatte. Serhat K. wurde festgenommen, gestand, einen Freund zu der Tat angestiftet zu haben.

Der heute 19-Jährige stellte sich kurz danach der Polizei. Die Tat sei ein reiner Freundschaftsdienst gewesen, soll er gesagt haben, er habe kein Geld dafür erhalten.

Serhat K. und die junge Frau kannten sich seit 2009, doch es soll immer wieder zu Problemen und Trennungen gekommen sein. Im März 2012 machte sie wohl endgültig Schluss. Seither soll er sie weiter verfolgt, ihr sogar mit Entstellung durch Säure gedroht haben.

Das Landgericht Düsseldorf muss die Anklage nun prüfen. Wann der Prozess beginnt, steht noch nicht fest.

Katharina Rüth



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