Angeklagter legte Geständnis ab
08.04.2008 | 12:23 Uhr 2008-04-08T12:23:00+0200Er hat nicht nur sein Baby misshandelt, bis es schließlich starb, sondern auch eine Frau vergewaltigt: Ein 24- jähriger Angeklagter hat heute am Düsseldorfer Landgericht eine Vergewaltigung gestanden.
Die Tat kam ans Licht, weil er nach dem Todseines Kindes Jill bereits zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt wurde und als Gewalttäter eine DNA-Probe abgeben musste.Bei der routinemäßigen Überprüfung in der DNA-Datenbank landeten die Kriminalisten einen Treffer: Das Gen-Profil passte auf einen bislang unbekannten Vergewaltiger, der im Jahr 2002 in Düsseldorf eine Frau mit einer Pistole zum Sex gezwungen hatte. Der Arbeitslose ohne Ausbildung und Schulabschluss behauptete heute, er habe die Frau eigentlich nur ausrauben wollen und dann "die Situation schamlos ausgenutzt". Mit der Waffe hatte er der Frau auf der Straße aufgelauert und sie dann in ihre Wohnung begleitet unter dem Vorwand, nur Geld zu wollen. Dort kam es dann zu der Vergewaltigung. Für den grausamen Tod des vier Wochen alten Babys Jill in Neuss war der Mann im Dezember 2005 wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen verurteilt worden. Fünf Tage lang hatten die Eltern nach denFeststellungen des Gericht ihr Kind "unendlich leiden lassen".Tagelang hatte die kleine Jill nach Übergriffen apathisch in ihrem Bettchen gelegen. Die Eltern hatten den Notarzt erst benachrichtigt,als der Säugling keinen Herzschlag mehr hatte. Unterernährt und ausgetrocknet war das Mädchen in ein Krankenhaus gekommen, wo es eine Woche später starb. Vor Gericht konnte nicht geklärt werden, ob der Vater oder die Mutter die kleine Jill geschlagen und gewürgt hatte. Ein weiteresKind des Paares kam in eine Pflegefamilie.