Angeklagter gesteht Attacke gegen Wahrsagerin

Mit einem Pauschalgeständnis hat sich der Angeklagte im so genannten Esmeralda-Prozess beim Landgericht erstmals geäußert. Der 44-Jährige ist wegen Mordversuchs angeklagt, weil er im Mai die Wahrsagerin Esmeralda an deren Wohnungstür an der Jahnstraße mit einem Messer attackiert und schwer verletzt hatte. Laut Anklage wollte er sich bei ihr dafür rächen, dass sie seiner neuen Freundin Vanessa geraten habe, ihn wieder zu verlassen und zu ihrem früheren Freund zurück zu kehren. Solche Motive wies der Angeklagte jetzt zurück.

Er habe Vanessa (29) mit bis zu 15 000 Euro, die er in bar bei sich getragen habe, von der Wahrsagerin „freikaufen“ wollen, habe vorher Alkohol getrunken, dann aber einen Filmriss erlitten und wisse vom Tattag nur noch, dass er „Angst vor Esmeralda“ gehabt habe – und vor ihrer Tür dann sein Taschenmesser aufgeklappt habe. Während seiner Flucht habe Vanessa ihm telefonisch geraten, er solle sich auf psychische Probleme herausreden. Die Wahrsagerin (68) war durch die Attacke so schwer verletzt worden, dass sie seither nicht mehr in der Lage ist, ihren Beruf auszuüben. Am Freitag geht der Prozess gegen den 44-Jährigen weiter. Als Zeugin soll dann Vanessa aussagen.