Alle Busse und Bahnen fahren
31.08.2009 | 19:30 Uhr 2009-08-31T19:30:00+0200Düsseldorf. Das drohende Chaos im öffentlichen Nahverkehr ist gerade noch rechtzeitig abgewendet worden. Rheinbahn-Chef Dirk Biesenbach und der Betriebsrat haben ihren Streit um Fremdleistungen vorerst beigelegt.
Der Arbeitnehmervertreter genehmigte gestern in einer Sondersitzung doch die Überstunden für den Fahrdienst. Ohne dieses Okay hätte der Fahrplan nicht mehr eingehalten werden können. Bis zu 20 Prozent der Bus- und Bahnfahrten hätten gestrichen werden müssen.
Bis gestern früh sah es so aus, dass die Fronten verhärtet bleiben. Der Betriebsrat forderte, dass die Fremdvergabe von Busleistungen an Private auch in Zukunft auf 38,5 Prozent begrenzt bleibt. (Private Busfahrer verdienen im Schnitt bis zu einige hundert Euro monatlich weniger als ihre Kollegen von der Rheinbahn.) Biesenbach lehnte Gespräche mit Verweis auf laufende Tarifverhandlungen zunächst ab und ordnete die Überstunden an. Der Betriebsrat beantragte dagegen eine einstweilige Verfügung beim Arbeitsgericht. Und zog diesen Antrag jetzt wieder zurück. Grund: Während der gestrigen Aufsichtsratssitzung drängte Vorsitzender Rolf-Jürgen Bräer (SPD) zum Kompromiss, damit der Streit nicht zu Lasten der Fahrgäste ausgetragen wird. Darauf erklärte sich Biesenbach bereit, bis Ende Juni nächsten Jahres das Geschäft mit den privaten Busunternehmen nicht auszuweiten. Eine gute Nachricht für 60 Rheinbahner, die nur einen Zeitvertrag haben: Sie werden weiter beschäftigt.
10:09
Bei der Rheinbahn wird kein Vertrag verlängert! Und wenn dann sind es mal ein oder zwei... Es ist doch viel billiger die Leute zwei Jahre befristet zu beschäftigen und sich dann neue zu holen.
Wenn Leute eingestellt werden dann über die Tochter den Reisedienst Maaßen. Die machen die gleiche Arbeit und bekommen,wie richtig beschrieben,einiges weniger an Geld.
Für die angeblich 60 Fahrer viel Glück,aber ihr seid bei betriebsbedingten Kündigungen die ersten die gehen dürft...
21:15
Aber nicht doch, Cappuchinotrinker. Die Rheinbahn ist eine geschlossene Gesellschaft, da kommt niemand rein, wenn Papa nicht im Betriebsrat ist. Und Überstunden sind da sehr beliebt, wegen der 38,5 Stunden Woche. Denn darüber hinaus gibt es ja richtig Zulage.
Da hatte sich sogar schon mal der ja von der normalen Arbeit freigestellte Betriebsrat alles unter den Nagel gerissen, was an Zulagenstunden zu bekommen war. Hat dabei sogar Aufzeichnungen gefälscht um das möglich zu machen.
So schauts aus, im ganzen öffentlichen Dienst, nicht nur bei der Rheinbahn.
09:05
Es gibt haufenweise Arbeitslose, die Kaufkraft sinkt, Konjunkturpakete müssen her, aber bei öffentlichen Unternehmer werden massenhaft Überstunden gekloppt. Das erinnert an Absurdes Theater!