Alex-Kette zieht ins Monkey’s

Dem Kunstberater Helge Achenbach, aktuell unter Betrugsverdacht in Untersuchungshaft, haben die Monkey’s-Restaurants kein Glück gebracht. Vor dem Landgericht Essen schilderte er kürzlich, wie er über die Jahre zehn Millionen Euro mit den drei Lokalen verlor. Jetzt versucht sich ein Schwergewicht der Gastronomieszene an dem Standort am Graf-Adolf-Platz: Das britische Unternehmen Mitchell Butlers will bereits im April eine Filiale seiner Kette Alex sowie eine Alex Brasserie (mit französischer Küche) eröffnen und rund zwei Millionen Euro in den Umbau der früheren Monkey’s-Restaurants investieren. Über die Pläne für das dritte Lokal denkt man noch nach. „Wir wollen erst sehen, wie die beiden ersten Konzepte angenommen werden“, sagt Bernd Riegger, Geschäftsführer bei Mitchell Butlers Germany. Danach werde man entscheiden, was genau man mit dem dritten Restaurant mache: „Wir sind nicht in Zugzwang, weil es der kleinste der drei Standorte ist.

Man wolle aber etwas Neues kreieren und ein Restaurant mit „Pilotcharakter“ schaffen. In Köln hat das Unternehmen etwa die „All Bar One“ eröffnet, die auf ein Publikum ab 25 aufwärts und eine besondere Weinkarte setzt. Die normalen Alex-Lokale werden ganztags betrieben – morgens wird Frühstück angeboten, später Kuchen und warme Küche. Rund 80 Mitarbeiter sollen im Düsseldorfer Alex und in der Brasserie in Service und Küche beschäftigt sein, Bewerbungen nehme man schon entgegen, hieß es. Eine Besonderheit wird die Außengastronomie mit 300 Plätzen sein. Deutschlandweit gibt es rund 40 Alex-Filialen. Dass das Unternehmen bislang nicht in Düsseldorf vertreten war, liegt Riegger zufolge vor allem am Mangel an geeigneten Standorten. „Wir brauchen Außengastronomie und eine Lage in der Nähe der Fußgängerzone.“ Zudem lege man Wert auf gute Verkehrsanbindung: „Das ist jetzt gegeben.“ Gestalten will man die Restaurants nicht nach Standard-Schema: „Es gibt einen Wiedererkennungswert, aber die Restaurants werden individuell geplant.“