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Prozess

Albtraumfahrt im Taxi - Fahrer soll zwei junge Frauen eingesperrt haben

27.09.2012 | 07:00 Uhr
Albtraumfahrt im Taxi - Fahrer soll zwei junge Frauen eingesperrt haben
Ein Taxifahrer steht in Düsseldorf vor Gericht, er soll zwei junge Frauen erst angebaggert und dann im Wagen eingesperrt haben.Foto: Archiv/Sergej Lepke / WAZ FotoPool

Düsseldorf. Sie hatten das Finale des Eurovison Song Contest in Düsseldorf beim Public Viewing am Rhein gesehen, hatten mit Lena gefiebert und gefeiert. Doch der Heimweg sollte ein Albtraum für zwei Mädchen (beide 18) werden: Ein Taxifahrer habe sie während der Fahrt angebaggert, zu sich nach Hause eingeladen und nicht aus dem Wagen gelassen. So schilderten es die beiden der Polizei. Jetzt sollte sich der Taxifahrer wegen Freiheitsberaubung (31) vor dem Amtsgericht verantworten, er kam aber nicht.

Die Mädchen berichteten, sie hätten am 15. Mai 2011 gegen 0.45 Uhr an der Kö ein Taxi genommen, um zum Bahnhof zu fahren. Der Fahrer habe sofort alle Türen verriegelt - weil es gefährlich sei. Während der Fahrt habe er ihnen Komplimente gemacht, sie ausgefragt. Als das Mädchen auf dem Beifahrersitz einen Krampf im Fuß erwähnte, habe er an einer roten Ampel in den Fußraum gegriffen und ihren Fuß in massiert, trotz ihrer Abwehr.

Taxifahrer soll Mädchen zu sich nach Hause eingeladen haben

Dann habe er angekündigt, sie nicht zum Bahnhof zu fahren. Stattdessen sollten sie in seine Wohnung kommen. Er habe Alkohol da und würde mit ihnen „etwas machen, was er noch nie mit Mädels gemacht habe“. Sie würden sicher viel Spaß haben. Obwohl die Mädchen nachdrücklich darum baten, zum Bahnhof gebracht zu werden, habe er es nicht getan. Sie hätten auch mehrfach versucht, die Türen zu öffnen, es sei aber nicht möglich gewesen.

Schließlich hätten sie gesagt, dass sie in ein Internet-Café wollten. Er habe erklärt, sein Freund habe eins, und sei zur Kölner Straße gefahren. Dort habe er erst mit dem Freund sprechen und sie im Auto zurückgelassen wollen. Da aber bei seinem Ausstieg die Türverriegelung aufgehoben war, hätten sie die Chance zur Flucht genutzt. Zu dem Zeitpunkt seien sie bereits rund eine Stunde gegen ihren Willen im Taxi festgehalten worden.

Von der Taxi-Zentrale aufgespürt hatte sich der Angeklagte bei der Polizei nicht zu den Vorwürfen geäußert. Auch vor Gericht war jetzt nichts von ihm zu hören: Er erschien nicht. Zum nächsten Termin, der noch nicht feststeht, wird die Polizei ihn abholen. Für die beiden Zeuginnen, die gestern schon sehr nervös waren, wird der erneute Angang eine weitere Belastung sein.

Katharina Rüth



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