Alarmierungs-Rekord

Die Düsseldorfer Feuerwehr hat für das Jahr 2014 einen Rekord bei den Alarmierungen seit ihrer Gründung am 14. Mai 1871 – also vor 143 Jahren – verzeichnet. Der Einsatzleitrechner erfasste mehr als 139 000 Einsätze und Krankentransporte, zu denen Mitarbeitende von Berufs- und Freiwilliger sowie von Hilfsorganisationen im vergangenen Jahr ausrückten.

„Die Broschüre Zahlen, Daten und Fakten 2014 von Feuerwehr, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz zeigt die Leistungsbilanz einer schlagfertigen, modernen und gut aufgestellten Feuerwehr. Das Team arbeitet hochprofessionell und steht im Vergleich der 107 Berufsfeuerwehren in Deutschland mit an der Spitze. Es garantiert Leistungsstärke und Hilfe rund um die Uhr“, betonte Feuerwehrchef Peter Albers bei der Vorstellung der Broschüre.

Von den 139 478 (2013: 126.032) Alarmierungen waren 119 200 ( 2013: 116 556) Rettungsdiensteinsätze. Darunter 44 331 (2013: 44 323) Krankentransporte und 74 869 (2013: 72 233) Fahrten zu Notfallpatienten. Unter den 3226 (2013: 3008) Brandeinsätzen waren 16 Großbrände, wie der Brand in einem ehemaligen Möbellager in der Witzelstraße am 1. April des vergangenen Jahres. An dem freistehenden Gebäude mit einer Grundfläche von 50 x 50 Metern stand der Dachstuhl im Vollbrand. Über 10 000 Liter Wasser in der Minute waren notwendig, um die Flammen niederzuschlagen. Rund 120 Feuerwehrleute von drei Wachen der Berufsfeuerwehr sowie vier Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr waren an diesem Tag im Einsatz.

Der Orkan „Ela“ am Pfingstmontag forderte nicht nur drei Tote in Düsseldorf und mehr als 20 Verletzte, sondern von den Mitarbeitenden der Feuerwehr einen enormen Einsatz. Auch viele andere Helfer von städtischen Ämtern, Firmen, Einwohner und Feuerwehren aus dem Umland halfen über Tage und Wochen mit, um den Normalzustand in Düsseldorf wieder herzustellen. In den ersten Stunden nach dem Orkan mussten in den Hauptstraßen Gassen für Rettungs- und Einsatzfahrzeuge geschaffen werden. Die Gefahrenbeseitigung und das Wegräumen der Bäume und Astbrüche aller Straßen dauerte noch einige Wochen an. Die Feuerwehr erreichten noch bis Juli täglich Meldungen über Gefahrenstellen, die es zu beseitigen galt. Dieser Einsatz war mit Abstand der längste in der Geschichte der Düsseldorfer Feuerwehr.

Für fünf Menschen kam jede Hilfe zu spät. Sie starben durch das Einatmen von giftigem Brandrauch oder an den Folgen ihrer schweren Verbrennungen. Am 21. Juli waren gleich zwei Brandrauchopfer zu beklagen: In Hellerhof starb ein 36-jähriger in seiner Wohnung, in der ein Holzkohlegrill entzündet worden war, infolge einer Kohlenmonoxidvergiftung. Um die Mittagskräfte fuhren die Rettungskräfte zu einem Schwelbrand in einem Wohngebäude in der Grafenberger Allee. Im dritten Stock fanden sie eine 97-jährige Frau tot in ihrer Wohnung auf. Ursache war eine Matratze, die verschwelt war.