Äxte für das gefrorene Meer in uns

„Literatur ist die Axt für das gefrorene Meer in uns“, schrieb Franz Kafka. Folgerichtig wandeln die Literaturtage und ab heute auch der Bücherbummel auf der Kö die Landeshauptstadt in eine wogende See. Damit niemand in dem üppigen Programm untergeht, hat die NRZ Preziosen herausgepickt, die den Mainstream umschiffen.

Donnerstag: „Die endlose Stadt“ ist der Titel der Lesung mit Ulla Lenze im Haus der Architekten, Zollhof 1. Ihr Roman spielt in Mumbai, Istanbul und Berlin, Beginn 19.30 Uhr.

Freitag: Eine Autorenlesung mit Jo Lendle startet um 19.30 Uhr im Literaturbüro, Bilker Str. 5. In seinem aktuellen Roman „Was wir Liebe nennen“ geht der gebürtige Osnabrücker der Frage nach, was die Welt mehr verwandeln könne, als die Zauberei und die Liebe.

Samstag: Um 16 Uhr stehen acht junge Autorinnen und Autoren der Kempener Schreibwerkstatt im Mittelpunkt. Sie stellen im Kinder-Lesezelt auf der Kö Texte und Gedichte aus ihrer Anthologie „Störgeräusche“ vor. Als roter Faden ziehen sich die Mißklänge des Lebens durch die Geschichten. Zwischen 17 und 19 Uhr ist unter anderem die Düsseldorfer Lyrikerin Ingrid Schlüter in der Destille, Bilker Str. 46, zu Gast. Ihre Texte sind ein Hochgenuss für Sprachgourmets.

Sonntag: Einen schönen Start in den Tag bietet das Zakk um 11 Uhr an. Dort werden Lieder und Gedichte des griechischen Künstlers und Politikers Mikis Theodorakis vorgetragen sowie Stationen seines Lebens erzählt. Fichtenstr. 40, 10 Euro. Ebenfalls um 11 Uhr lädt das Heinrich-Heine-Institut zur Lesung und Finissage der Ausstellung „Am Rhein unter Palmen“ ein, eine Reise durch die deutsch-jüdische Literaturgeschichte. Um 15 Uhr lockt die Kö: Am Stand Nr. 18 wird’s am Krimi-Stammtisch spannend. Neben den Düsseldorfer Autoren Stefanie Koch und Horst Eckert sind Nadja Quint sowie das Autorenduo Anette Reiter und Brigitte Lamberts dabei.