92 Prozent der Kinder haben gesunde Zähne

In diesem Jahr feiert der „Düsseldorfer Zahnfrühling“ sein zehnjähriges Bestehen. Dahinter verbirgt sich ein in dieser Form wohl einzigartiges Programm in Deutschland. Jedes Jahr laden niedergelassene Zahnärzte in der Landeshauptstadt alle dritten Klassen aus den Düsseldorfer Grundschulen zu einem Praxisbesuch ein. Spielerisch werden die Kinder dann in den beteiligten Praxen in die Funktionen einer Zahnarztpraxis eingeführt. Jedes Kind kann dann ausprobieren, wie man einen Mundspülbecher leer saugt oder wie sich ein „Bohrer“ anfühlt, und wie man dabei feststellen kann, dass er auf der Hand kitzelt. Durch ein aufeinander abgestimmtes Programm rund um die Mundhygiene und zahngesunde Ernährung ist es im Laufe der Jahre gelungen, die Anzahl der Kinder mit naturgesunden bleibenden Zähnen im Grundschulalter von 62 Prozent im Jahre 1986 auf nunmehr 92 Prozent im Jahre 2014 zu erhöhen.

Der Zahnfrühling ist Teil der gesamten Maßnahmen der „Aktion Zahngesundheit Düsseldorf“. Seit fast dreißig Jahren arbeitet dieser Zusammenschluss der ortsansässigen Düsseldorfer Krankenkassen mit dem Gesundheitsamt, der Zahnärztekammer Nordrhein und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein an der Verbesserung der Zahngesundheit der Kinder.

Das ganze Jahr über besuchen 20 Prophylaxe-Mitarbeiterinnen die Kindergärten und Grundschulen und vermitteln den Kindern alles rund um das Thema Mundgesundheit. Im Laufe der vergangenen zehn Jahre haben zusätzlich etwa 11 000 Kinder eine Zahnarztpraxis im Rahmen des Düsseldorfer Zahnfrühlings besucht.

Zum Jubiläum gab es am gestzrigen Donnerstag, 23. April, eine Sonderveranstaltung im Karl-Häupl-Institut in Lörick. Von neun bis zwölf Uhr konnten sich rund 150 Kinder an verschiedenen Stationen spielerisch mit den Themen Mundgesundheit, zahnärztliche Untersuchungen, Zahnprophylaxe und Behandlungen beschäftigen.

Höhepunkt war der so genannte Boxensaal. Dort befinden sich mehrere zahnärztliche Behandlungsstühle, und die Kinder konnten unter Anleitung die Rolle einer Zahnärztin oder eines Zahnarztes übernehmen.