43 Gaslaternen sind weg

Streit um die Gas-Laternen.  Foto: Kai Kitschenberg / WAZ FotoPool
Streit um die Gas-Laternen. Foto: Kai Kitschenberg / WAZ FotoPool
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Düsseldorf.. Die Initiative „Pro Gaslicht“, die sich dafür stark macht, dass alle 17 000 Düsseldorfer Gaslaternen in die Unesco-Denkmalliste eingetragen werden, ist verärgert.

Oberbürgermeister Dirk Elbers hatte den Initiatoren vor Monaten versichert, dass keine weiteren Gaslaternen abgebaut werden, bis die Politik klar Position bezogen hat. Doch in Lohausen fehlen jetzt 43 Gas-Laternen. „Darüber sind wir sehr enttäuscht“, erklärte Initiativen-Sprecher Georg Schumacher.

In einem kleinen Wohngebiet unweit den Lantz’schen Parks wurden zwischen Lohauser Dorfstraße und Josef-Wilden-Straße 43 Aufsatz-Gasleuchten demontiert und durch moderne LED-Laternen ersetzt, die deutlich weniger Energie verbrauchen.

„Wir erledigen gerade die restlichen Arbeiten“, bestätigte Andrea Blome, Chefin des städtischen Verkehrsmanagements. Die Kritik der Initiative weist sie zurück. In dieser Siedlung werde mit einem Pilotprojekt die Tauglichkeit der Leuchtdioden-Lampen getestet. „Wir führen nur einen Auftrag der Politik aus. Es gab 2009 einen Ratsbeschluss für dieses Projekt“, machte An-drea Blome klar. Wenn dieser Test derzeit nicht gewollt sei, „dann hätte man den Beschluss rückgängig machen müssen“, so Blome. Die Bewohner würden übrigens nicht zur Kasse gebeten. Für den Versuch werden keine Anliegerbeiträge erhoben.