4100 Stufen in voller Montur? Das dauert 3:54 Minuten

Es ist eng im Treppenhaus mit den 4100 Stufen. Es ist heiß unter den Dienstjacken. Und 23 Kilo Ausrüstung samt Atemschutzgerät und Sauerstoffflasche auf dem Rücken zerren zusätzlich an den Schultern. Dennoch wagten 168 Teams am Samstag diesen Aufstieg: Beim 8. Skyrun der Feuerwehr Düsseldorf galt es, 25 Stockwerke möglichst rasch zu überwinden.

4100 Stufen in weniger als 4 Minuten

Die beiden Sieger der Feuerwehr Ratingen, Thomas Tremmel und Rick Steffen, erledigten den Treppenlauf im Arag-Hochhaus gleich zwei Mal in einer Zeit unterhalb der vier Minuten.Zweite wurden Joachim Krißner und Marco Woito von der Bundeswehr-Feuerwehr. Und auf Platz drei landeten Ingo Hansen und Christian Ruda von der Feuerwehr Düsseldorf.

Da Thomas Tremmel erst vor kurzem zur Feuerwehr nach Ratingen gewechselt ist, hefteten sich die Retter der Landeshauptstadt zumindest eins ans Revers: Da wurde jemand in Topform als Vizechef an die Feuerwehr der Nachbarstadt Ratingen abgegeben.

Zunächst hatten die Retter am Morgen einen Qualifizierungslauf auf Zeit zu absolvieren. Danach traten dann immer zwei Teams im direkten Vergleich gegeneinander an. Denn deshalb eignet sich das Arag-Gebäude so gut als Austragungsort für diesen Leistungsvergleich. Es gibt im Norden und Süden nahezu gleiche Treppenhäuser. Mit einem Unterschied: Eines von Ihnen ist verglast. Je mehr es auf das Finale zuging, wollte dort niemand mehr laufen. Schließlich musste für die entscheidenden Läufe die Startbahn ausgelost werden.

Mit einem Hechtsprung ins Ziel

Als die beiden Ratinger bei ihrem Siegerlauf schließlich oben ankamen, warf sich einer aus dem Duo mit einem Hechtsprung über die Zeitnehmermatte. Das sah spektakulär aus, war aber eher ein Zeichen der Erschöpfung. Dennoch mussten die Sanitäter und der vorsichtshalber bereitstehende Notarzt kein einziges Mal eingreifen.

Hauptorganisator Holger Kunzmann vom „Toughest Firefighter Alive Team“ war rundherum zufrieden mit dem Verlauf des Wettbewerbs. Begleitet wurde die Veranstaltung von einem umfangreichen Rahmenprogramm. Dabei zeigten die Höhenretter der Düsseldorfer Feuerwehr an der 125 Meter hohen Außenfassade des Wolkenkratzers, wie man sich kunstgerecht außen abseilt, wenn einem innen die Stufen nicht behagen. Zudem konnten die Besucher ihre ganz persönliche Fitnessstufe auf einem Stairmaster-Trainingsgerät erkunden, das normalerweise zur Folterkammer eines Fitnessstudios gehört. 4100 Stufen, wie die Sieger, hat aber auch auf diesem Gerät niemand geschafft.