26-Jähriger stirbt nach Frontal-Crash

Knapp zwei Tage später kommen die Leute aus dem Viertel zur Unfallstelle an der Ecke Hellweg/Siedlerweg und schütteln mit dem Kopf. Wie konnte das passieren? Mit welcher Wucht müssen die Fahrzeuge gegeneinander geprallt sein, dass dabei einer der Insassen sein Leben verlor? An der Stelle in Flingern-Nord an der Grenze zu Gerresheim, wo in der Nacht zum Samstag ein 26-Jähriger nach einem Horrorunfall gegen 0.30 Uhr zu Tode kam, sind jetzt Kerzen und Blumen zu sehen. Die Wrackteile sind indes weggeräumt, aber das schlimme Bild der Zerstörung haben noch viele Anwohner vor Augen.

In der Nacht zum Samstag war es zum Frontalcrash zwischen einem BMW Cabrio mit vier Insassen und einem Taxi gekommen, in dem zwei Personen saßen. Der Beifaher im BMW, ein 26-jähriger Düsseldorfer, wurde dabei getötet, die fünf anderen Personen leicht bis schwer verletzt.

„Wahrscheinlich war überhöhre Geschwindigkeit des BMW der Grund für den Unfall, genau können wir das aber noch nicht sagen“, sagte gestern Polizeisprecher Andfeas Czogalla der NRZ. Die Beamten suchen nun Zeugen der Kollision.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei war ein 27-jähriger Düsseldorfer gegen 0.27 Uhr mit seinem BMW-Cabrio auf dem Hellweg in Richtung Innenstadt unterwegs. Mit ihm im Fahrzeug befanden sich drei weitere Personen. Kurz hinter der Brücke kam es aus bisher ungeklärter Ursache zum Frontalzusammenstoß mit dem entgegenkommenden Taxi eines 54-Jährigen. Durch die Wucht der Kollision wurden der 26-jährige Mitfahrer in dem BMW und ein weiterer Beifahrer, nach Aussage der Feuerwehr, in ein nahegelegenes Gebüsch geschleudert. Trotz der früh eingeleiteter Reanimation von Ersthelfern, verstarb der 26-Jährige noch an der Unfallstelle.

Der 27-jährige Fahrer und seine 21- und 22-jährigen Mitfahrer wurden indes schwer verletzt. Auch der 54-jährige Taxifahrer sowie sein 24-jähriger Fahrgast erlitten schwere Verletzungen.

Bei aller Tragik lobte der Einsatzleiter das Verhalten der Augenzeugen. „Bei unserem Eintreffen hatten Polizisten schon mit der Wiederbelebung eines Schwerverletzten begonne, die übrigen Verletzten waren durch aufmerksame Ersthelfer in Sicherheit gebracht und gut versorgt worden“, teilte der Feuerwehreinsatzleiter mit. „In Zeiten, in denen zu oft das Wegsehen an der Tagesordnung ist, müssen wir das lobend erwähnen.“

Den Gesamtsachschaden schätzt die Feuerwehr auf 100 000 Euro.