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Großfahndung

250 Polizisten jagen Einbrecher

15.02.2013 | 21:00 Uhr
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250 Polizisten jagen Einbrecher
Beim „dritten Aktionstag gegen Wohnungseinbrüche“ überprüfte die Polizei an 42 Kontrollstellen Hunderte Autofahrer. Während des Großeinsatzes wurden mehrere Verdächtige und Gesuchte festgenommen.Foto: Bernd Lauter

Düsseldorf. Beim bisher größten und längsten Polizeieinsatz gegen Wohnungseinbrecher mit über 250 Beamten konnte das Präsidium auf Anhieb mehrere Treffer landen.

Die Fahnder ergriffen zwei mit Haftbefehl gesuchte Profitäter. Zudem wurden ein 21-jähiger Mann auf frischer Tat ertappt und mehrere Verdächtige festgenommen. Die Jagd nach den Einbrechern, die auf Beutezug waren, dauerte bis in die Nacht zum Samstag an.

Einsatzleiter Frank Kubicki wollte beim nunmehr „dritten Aktionstag gegen den Wohnungseinbruch“ möglichst jedes Schluploch schließen und in vier Etappen gegen die Langfinger vorgehen.

Bereits am Freitag um sechs Uhr früh gab er den Startschuss, zwölf gesuchte Einbrecher zu fassen. Die Beamten drangen in verschiedene Wohnungen im Stadtgebiet ein und ergriffen zwei gesuchte. Die Fahndung nach den anderen dauert noch an. bei einer Durchsuchung stießen sie in Unterrath auf einen 30-jährigen Bruder eines Täters, bei dem zwei Sturmhauben, geringe Mengen Rauschgift und mehrere Schreckschusswaffen, darunter eine Pumpgun gefunden wurde. Ob damit Straftaten verübt wurden, ist noch unklar: „Hier dauern die Ermittlungen noch an“, sagte Polizeisprecher Markus Niesczery.

Auf frischer Tat ertappt

Die „Phase 2“ startete in den Mittagsstunden: Dutzende Zivilfahnder legten sich in Wohnvierteln auf die Lauer, in denen in den letzten Tagen Einbrüche angezeigt worden waren. Um 14 Uhr gab es einen ersten Erfolg: Nach einem Hinweis auf zwei verdächtige Männer in einem Gartengelände einer Wohnsiedlung in Mörsenbroich orderte die Polizei alle verfügbaren Einsatzkräfte dorthin. Einem Täter gelang die Flucht, sein 21-jähriger Komplize aus Südosteuropa konnte aber gestellt werden. Das Duo soll kurz zuvor in eine Parterre-Wohnung an der Marie-Juchacz-Straße eingebrochen sein. Ein Polizeihund stöberte die gestohlene Damenhandtasche auf, die der Geschädigten zurückgegeben wurde. Der Verdächtige wurde zum Verhör ins Präsidium gebracht.

Fast zeitlich begann die Polizei mit „Phase 3“ und errichtete 42 Kontrollstellen an den Haupttrassen nach Düsseldorf. Diesmal hatten es die Fahnder vor allem auf Banden abgesehen, die von auswärts kamen. Deshalb postierten sich Beamte an Auf- und Abfahrten der Autobahnen A3, A44, A46, A52 und A59. Zum ersten Mal wurden auch auf der Autobahn verdächtige Pkw-Fahrer herausgewunken und überprüft, und zwar auf einem Abschnitt der A46 in Höhe der Raststätte „Vierwinden“. „Einbrecher, die aus dem Grenzgebiet, aus den Benelux-Staaten und aus Frankreich kommen, fahren meistens dort entlang“, berichtet Polizeisprecher Andre Hartwich. Auf dem Autobahnabschnitt wurde für die Kontrolle ein Tempolimit von 60 Stundenkilometern eingerichtet, um verdächtige Fahrzeuge leichter zur Autobahn-Raststätte lotsen zu können.

Am Abend, um 20 Uhr, schlugen die Teams des Fahndungskommissariates KK 41 und die Zivilfahnder gegen Anstiegsdelikte zu. „Phase 4“ lautete der Einsatzbefehl. Rund um den Hauptbahnhof wurden mehrere Gaststätten durchsucht. Über das Ergebnis der Razzien will das Polizeipräsidium am Sonntag berichten.

Für eine Gesamtbilanz ist es aber noch zu früh. Seit dem Spätherbst geht die Düsseldorfer Polizei massiv gegen Wohnungseinbrecher vor. Zwar konnte die Zahl der Zugriffe nicht deutlich gesteigert werden. Aber die Großeinsätze haben sich in der Unterwelt herumgesprochen. Viele Täter meiden inzwischen die Landeshauptstadt. Denn die Zahl der Wohnungseinbrüche geht zurück. „Wir glauben, dass unsere wiederholten Aktionen Wirkung zeigen“, glaubt Kriminaldirektor Frank Kubicki.

Von Michael Mücke

Kommentare
16.02.2013
01:22
250 Polizisten jagen Einbrecher
von wolla | #1

Gut so!!
Würde man die Grenzen zu bestimmten Ländern wieder schließen, gäbe es deutlich weniger Einbrüche und Straftaten. Aber da die Damen und Herren aus dem Berliner Regierungsviertel eh nicht betroffen sind, bleibt das eine Illusion.

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