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Kultur

2014 wieder eine Quadriennale

12.01.2011 | 18:42 Uhr
2014 wieder eine Quadriennale
Das Foto zeigt die Ausstellung Joseph Beuy Parallelprozesse in der Kunstsammlung NRW im Rahmen der Quadriennale in Düsseldorf. Foto: Kai Kitschenberg / WAZ FotoPool

Düsseldorf.Nur noch wenige Tage läuft die zweite Quadriennale. Am 16. Januar wird der Kunst-Marathon, der im Vier-Jahres-Rhythmus kunstsinnige Kulturtouristen an den Rhein locken sollte, die Tore schließen.

Die vorläufige Bilanz, die Kulturdezernent Hans Georg Lohe gestern zog, weist aber nur maximal 230 000 Besucher aus. Das ist, im Vergleich zu 2006 mit knapp 400 000 Besuchern, nicht gerade viel. Denn an der zweiten Quadriennale beteiligten sich innerhalb von vier Monaten 16 Kunsttempel, inklusive Schloss Benrath. Finanziert wurde das Fest der Künste mit knapp fünf Millionen Euro von der Stadt.

„Es war schon immer
etwas teuer...“

Immerhin hätten 30 000 Besucher an Führungen teilgenommen (davon 24 Prozent Schülergruppen), rechnet Geschäftsführerin Angela Eckert-Schweizer vor. Und das Echo auf Beuys. Paik und Konsorten war in der überregionalen Fachpresse sehr groß. 5 000 mal sei die Quadriennale erwähnt worden, in Printmedien, TV, Internet und Rundfunk. Aus den diversen Besprechungen und Erwähnungen errechnet Zahlenspezialistin Eckert-Schweizer einen Gewinn von 6,9 Millionen Euro. Das sei die Summe, die man für eine dementsprechende Anzahl von Anzeigen hätte bezahlen müssen.

Sie spricht genauso unbeirrt von einem Erfolg wie Dezernent Lohe und Oberbürgermeister Dirk Elbers. Die Entscheidung für das Schmoren im eigenen Saft (mit dem Blick auf die letzten 50 Jahre Kunst in Düsseldorf) sei richtig gewesen. Genauso wie der Leitspruch des Kunstfestes „Kunstgegenwärtig“.

Frei nach dem Motto „Es war schon immer etwas teurer...“ will die Stadt an der Quadriennale in Zukunft festhalten und freut sich, so Elbers bei der letzten Aufsichtsrats-Sitzung, „auf eine erfolgreiche Quadriennale 2014“.

„Allerdings brauchen wir dann wieder eine attraktive „Leitausstellung“, räumt Lohe ein. Das habe er aus der zweiten Quadriennale gelernt. Ansonsten war alles prima. Nur an Eintrittsgeldern könne man doch nicht allein den Erfolg der Quadriennale messen.

„Für diesen Luxus sind wir dankbar,“ rechtfertigt Petra Wenzel das Konzept. „Mit den Geldern der Quadriennale geraten wir einmal in vier Jahren nicht so sehr unter Quoten- und Einnahme-Druck,“ meint die Leiterin des NRW-Forums im Ehrenhof, die neuerdings zur Quadriennale-Pressesprecherin avancierte.

Was lief denn am besten? Die Ausstellung über Joseph Beuys im K20, die vor ein paar Tagen schon die Marge 80 000 Besucher überschritt. Vermutlich wird die Zahl weiter in die Höhe schnellen, da am Wochenende der Eintritt frei ist..

Michael-Georg Müller

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