13 Taschendiebe in der Düsseldorfer Altstadt festgenommen

Die Polizei ging am Wochenende konsequent gegen Langfinger vor.
Die Polizei ging am Wochenende konsequent gegen Langfinger vor.
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Was wir bereits wissen
Die Düsseldorfer Polizei hat seit Freitagabend 13 Taschendiebe festgenommen, die in der Altstadt ihr Unwesen getrieben haben. Vier von ihnen befinden sich bereits in Untersuchungshaft. Weitere fünf sitzen noch im Polizeigewahrsam und warten dort auf ihre Vernehmung.

Düsseldorf.. Der Polizei gelang am Wochenende ein Schlag gegen Langfinger in der Altstadt. Von Freitagabend bis Samstagnacht haben die Beamten 13 Diebe dingfest gemacht, die rund um die längste Theke auf Beutezug waren. Vier von ihnen befinden sich bereits in Untersuchungshaft. Weitere fünf sollen ihnen folgen.

Am Freitag gegen 23 Uhr wollten zunächst zwei Männer im Alter von 25 und 41 Jahren einen stark betrunkenen Altstadtbesucher auf der Maximilian-Weyhe-Allee mit dem sogenannten „Antanztrick“ um seine Wertsachen erleichtern. Sie wurden dabei von Zivilbeamten beobachtet und sofort festgenommen. Die beiden Südosteuropäer sitzen mittlerweile hinter Gittern.

Die Trickdiebe umarmten ihr Opfer

Nur anderthalb Stunden später versuchten zwei weitere Ganoven in der Mertensgasse ihr Glück. Sie umarmten ihr Opfer scheinbar freundlich und verwickelten den Mann in ein belangloses Gespräch. Einer der Täter raffte währenddessen die Geldbörse aus dessen Hosentasche. Auch diesmal waren die Beamten rechtzeitig zur Stelle und fassten die Ganoven. Die beiden Täter (Nordafrikaner im Alter von 20 und 22 Jahre alt) sind ebenfalls in U-Haft.

Wieder entlassen wurden hingegen zwei Düsseldorfer, die am Samstag um 1 Uhr auf der Kasernenstraße Beute gemacht hatten. Die Diebe taten so, als seinen sie betrunken. Als ihnen ein Paar entgegenkam, „stolperte“ einer der beiden und fiel zu Boden. Das Paar half ihm wieder auf. Kurz darauf fiel dem Mann allerdings auf, dass seine Geldbörse verschwunden war. Das Paar eilte den Tätern hinterher und rief gleichzeitig mit dem Mobiltelefon die Polizei. Per Handy lotsten sie die Beamten zur Kasernenstraße, wo die Langfinger gestellt und vorläufig festgenommen wurden. Aufgrund mangelnder Haftgründe durften die 19 und 26 Jahre alten Männer die Wache nach ihrer Vernehmung allerdings wieder verlassen. Der Opfer erhielt seine Geldbörse zurück.

Ladendiebe knipsten einfach Sicherungsetiketten ab

Ebenfalls wieder auf freiem Fuß sind zwei Nordafrikaner (24 und 28 Jahre alt), die am frühen Samstagmorgen um 5.30 Uhr in der Bolkerpassage einen deutlich alkoholisierten Mann angingen und ihn durchsuchten. Die Täter gerieten dabei ins Visier von Zivilbeamten, die das Duo stoppten. Bei den Ganoven wurden mehrere Smartphones gefunden, die aus Diebstählen stammen könnten. Die Ermittlungen hierzu dauern an. Gegen beide Täter wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Düsseldorf. Zwar nicht als Taschendiebe, aber ebenso kriminell zeigten sich am Samstag um 18.20 Uhr drei Südosteuropäer, die bei einem Ladendiebstahl in einem Geschäft an der Berliner Allee erwischt wurden. Sie hatten Kleidung im Wert von mehreren Hundert Euro stehlen wollen. Dazu hatten sie mit Werkzeug die Sicherungsetiketten entfernt. Die Männer im Alter von 24, 27 und 29 Jahren wurden dabei vom Ladendetektiv beobachtet, festgehalten und anschließend der Polizei übergeben. Sie wurden ins Polizeigewahrsam gebracht.

Polizei geht verstärkt gegen Taschendiebe vor

In die Nachbarzellen kamen noch zwei weitere Nordafrikaner, die in der Nacht zu Sonntag um 1 Uhr auf der Bolkerstraße einem Altstadtbesucher die Geldbörse gestohlen hatten. Sie flüchteten zwar vom Tatort, doch wenig später klickten die Handschellen. Auch diese beiden im Alter von 18 und 21 Jahren wurde dem Haftrichter vorgeführt.

Wie berichtet, geht die Polizei derzeit verstärkt gegen Taschendiebe vor, weil die Zahl der Delikte stark angestiegen ist. „Die Erfolge vom Wochenende zeigen einmal mehr, wie konsequent wir gegen die Täter vorgehen. Damit senden wir auch ein deutliches Zeichen: Düsseldorf ist kein gutes Pflaster für Taschendiebe“, betonte Polizeisprecher Michael Baum.