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13.000 Sportler nahmen am Metro Group Marathon in Düsseldorf teil

08.05.2011 | 20:04 Uhr
13.000 Sportler nahmen am Metro Group Marathon in Düsseldorf teil
Am 8.5.2011 fand der Metro Group Marathon 2011 in Düsseldorf statt. 13.000 Sportler nahmen teil. Foto: Uwe Schaffmeister

Düsseldorf.  13.000 Sportler traten am Sonntag beim neunten Metro Group Marathon in Düsseldorf an. 15.000 Wasserbecher und 18.000 Bananen gab es für die Jogger. Diabetiker konnten ihren Blutzuckerspiegel messen lassen und Masseure lockerten verspannte Muskeln.

Es ist erst acht Uhr morgens, zahlreiche Männer und Frauen in kurzen Hosen und T-Shirts pilgern durch den Hofgarten. Ihr Ziel: die Rheinterrassen. Während andere genüsslich den ersten Kaffee schlürfen und ihre Sonntagsbrötchen aufbacken, wärmen sich tausende Sportler am Joseph-Beuys-Ufer auf.

Denn bereits zum neunten Mal verwandelte sich Düsseldorf für den Metro Group Marathon in eine 42,195 Kilometer lange Streck . Mit dabei: 13.000 Sportler, darunter 8.000 Staffelläufer. Damit war der Marathon der größte Staffellauf der Welt.

Super Sommerwetter mit 28 Grad

Es ist mittlerweile kurz vor neun und Petrus meint es etwas zu gut mit den Läufern: Strahlender Sonnenschein und Temperaturen bis 28 Grad. Christoph Krekel stört das nicht: „Wer richtig trainiert hat, hält das Wetter aus.“ Ausdauertraining und Strecken von 80 Kilometern in der Woche, damit will der Hesse eine Zeit unter 3:30 Stunden erreichen. Er läuft zum ersten Mal in Düsseldorf : „Ich bin schon in Frankfurt, München und Berlin mitgelaufen. Nach einer Knieoperation musste ich erstmal aussetzen. Seit letztem Jahr trainiere ich wieder und kann jetzt mit dabei sein.“

Marathon in Düsseldorf 2011

Ein Stück weiter macht das Wetter Sylvia Haas zu schaffen: „Ich bin eher der 10-Grad-Nieselregen-Typ.“ Die 43-Jährige ist extra aus Bayern nach Düsseldorf gereist und stand schon unter anderem in Rom und Istanbul in den Startlöchern. Zwar läuft Haas schon seit 2004, der Muskelkater bleibt jedoch: „Der Schmerz ist zwar groß, der Stolz, es geschafft zu haben, aber größer.“

Es fällt der Startschuss für die Handbiker und Einradfahrer, die traditionell auch mitfahren. Dann wird es für die Läufer ernst. Fast einer Heldenverehrung gleich werden sie von den Angehörigen und Zuschauern die ersten Meter kräftig angefeuert. Nach einer Schleife um den Nordpark, führt die Strecke auf die Klever Straße. Hier steht Friedel Weselbaum mit seinem Team bereit, um die Sportler mit Wasser zu versorgen. „Wir haben hier 20 Tische mit insgesamt 15.000 Bechern. Bei dem warmen Wetter ist das Trinken wichtig,“ so Weselbaum. Und da kommen sie schon, nach 23 Minuten haben die ersten Läufer bereits 8 Kilometer hinter sich und sind durstig.

Rhythmische Klänge feuern Läufer an

Familie Petrowski hat sich an der Sternstraße positioniert, um den Papa anzufeuern. Lena, Fiona und Jonas sind begeistert: „Wir sind stolz auf unseren Papa.“ Mit einem selbst gebastelten Schild und dem Aufruf „Lauf schneller Papa, das essen wartet“, motivieren sie ihren Helden.

Jetzt geht es über die Oberkasseler Brücke. Zeit zum Verschnaufen, denn über dem Rhein weht ein kräftiger Wind, der für Abkühlung sorgt. Auf der Luegallee begegnen sich dann das Mittelfeld der Läufer und die Spitze. Denn während die einen noch Richtung Belsenplatz unterwegs sind, laufen die ersten zehn schon wieder über die Brücke zurück und bekommen dafür Beifall, auch von den entgegenkommenden Mitläufern.

Am Belsenplatz heizen die Stix Mix mit brasilianischer Trommelmusik die Menge an. Sie sind eine von insgesamt 12 Samba Bands, die auf der gesamten Strecke für Stimmung sorgen. „Die Musik motiviert die Läufer. Viele klatschen oder tanzen sogar mit“, so Carsten Grüter von Stix Mix. Ein Stück weiter hat die „Praxis mit Nähe“ einen Diabetes-Stand. Hier können teilnehmende Diabetiker ihre Blutzuckerwerte messen. „Es ist nicht notwendig, während des Marathons seine Werte zu prüfen. Wir wollen den Diabetikern jedoch eine Sicherheit geben“, erklärt Antonia Hoffmann von der Praxis.

Der nächste Marathon in Washington wartet schon

Es geht vom Düsseltal weiter nach Bilk. Die Anstrengung ist den Sportlern ins Gesicht geschrieben. Das Wasser, der 19 Verpflegungsstellen, wird nicht mehr getrunken, sondern über den Kopf geschüttet. Die meisten Läufer sehen nach 35 Kilometer aus, als hätten sie eine Abkürzung durch den Rhein genommen. Willkommene Abkühlung: die Megadusche am Fürstenwall. Hier wartet auch Bernd Forcher mit seinem Team. 18 Kisten mit Bananen stehen bereit. Auf der ganzen Strecke werden insgesamt 18.000 Bananen serviert. Gegenüber stehen Alexandra Willms und Luisa Merten von der Massageschule der Universität Düsseldorf und warten auf ihre ersten Patienten: „Wir lockern die Beinmuskulatur und beugen damit Krämpfe vor.“

Es ist geschafft. Über den Medienhafen geht es wieder an das Rheinufer und ins Ziel. Christoph Krekel kam mit einer Zeit von 4.08 Stunden ins Ziel. Sylvia Haas folgte 20 Minuten später. Auf sie wartet bereits der nächste Marathon in Washington.

Valentina Meissner

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