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Zwölf Stunden volle Dröhnung bei "Syndicate"

07.10.2007 | 23:11 Uhr

Dortmund ist in den vergangenen Jahren d i e Hochburg für elektronische Musik geworden. Juicy Beats, Mayday, 2008 dann die Love Parade - und am vergangenen Samstag die ultimative Steigerung der Beats pro Minute auf dem großen Elektro-Festival "Syndic

Das Wochenende gehörte in den Westfalenhallen eindeutig den Freunden des Schalldrucks. Beim "Syndicate", einer einzigen, zwölf Stunden langen Dröhnung, gaben sich 9500 Besucher von Samstag Abend bis Sonntag Früh einer unglaublich fetten Menge an wummernden Beats aus überdimensionalen Boxen hin. Dazu Laser, Lichtblitze, unendlich viel nackte Haut und scheinbar unkontrolliert züngelnde Flammenwerfer. Alles, was das Herz des Hardtechno-Jüngers begehrt.

Durchhalten ist alles

Die "Gabber-Gemeinde" pilgerte aus weiten Teilen Deutschlands und vor allem auch den Niederlanden und Belgien nach Dortmund. Ihre Mitglieder sind allerdings kaum mit dem "Love-and-Peace"-Publikum á la Love Parade oder Juicy Beats vergleichbar. Während auf den Straßenfesten überwiegend relaxte Entspannung vorherrscht, definieren Hardtechno-Liebhaber ihre Passion als harte Arbeit.

"Wenn Du diese Nacht überstanden hast, bist du ein Ambassador" - so warben die Festival-Veranstalter auf großflächigen Plakatwänden. "Ich bin hier, weil ich zeigen will, dass ich das 12 Stunden lang aushalte", sagt Rene? aus Baden-Baden selig grinsend. Er selbst bezeichnet sich als "Hardstyler" - und der Ausdruck in seinen Augen verrät, dass er nicht ohne Hilfsmittel unterwegs ist.

Eine einzige wummernde Basswand

Tatsächlich war Durchhaltevermögen nötig, als ab Samstag Abend die Botschafter-DJs von Hardtechno und Industrial aus ihren Turntables hämmerten, was nur ging. Plattendreher wie Promo, Marco Remus, das Pet Duo oder Isaac sind in der Szene internationale Stars, ihre Sounds wurden wie höhere Signale vergöttert. Selbst um 8 Uhr, beim Soundschluss, glichen die Westfalenhallen noch einer einzigen wummernden Basswand.

Von Bernd Peters

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