Zweites Sommermärchen in der City
17.01.2008 | 23:41 Uhr 2008-01-17T23:41:16+0100Der Ansturm auf die wenigen Tickets zur Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz hat begonnen. Bisher sind beim Deutschen Fußball-Bund etwa 500 000 Bestellungen für 14 400 Tickets eingegangen. ...
... Wer am Ende leer ausgeht, muss nicht traurig sein. Dortmund bietet mehr als nur ein Trostprogramm. Vor knapp zwei Jahren lachten, tanzten und jubelten während der Fußball-Weltmeisterschaft hunderttausende Menschen in Dortmunds City. Auch in diesem Sommer soll vom Herzen der Innenstadt, dem Friedensplatz, viel Spaß ausgehen. "Es wird vom Vortag der EM, dem 6. Juni, bis zum Tag des Finals, am 29. Juni an jedem Tag Public Viewing geben", sagt Oliver Berten, Leiter der Dortmund Agentur.
Geplant sind eine Großleinwand, eine Bühne und natürlich eine Vielzahl von Getränke-, Imbiss- und Souvenirständen. "Dabei sind die Dimensionen der WM natürlich nicht zu toppen", sagt Berten. Schließlich sei Dortmund kein Gastgeber des Turniers und weder trinkfeste Schweden noch trommelnde Tobagolesen werden in der Innenstadt ihre Feste feiern. Oliver Berten: "Wir wollen die Europameisterchaft in Dortmund als ein Fest für die gesamte Region östliches Ruhrgebiet und Westfalen aufziehen." Außer Dortmund planten zurzeit Köln und Gelsenkirchen, ein großes Public Viewing zu veranstalten. Große Konkurrenz in direkter Nachbarschaft drohe also nicht. Mit verstärkten Werbekampagnen wollen City Marketing und Dortmund Tourismus in der Region auf das zweite Dortmunder Sommermärchen hinweisen.
Die fehlenden Fans aus dem Ausland führten dazu, dass das Thema Sicherheit auf dem Friedensplatz nicht so groß geschrieben werde. "Es wird aller Voraussicht nach keine Zäune und weniger Security auf dem Friedensplatz geben. Außerdem wird wohl der Zugang zum Public Viewing nicht wie 2006 über Vereinzellungsanlagen führen. Sonst wird aber vieles an die WM erinnern", sagt Berten. Über genaue Details werde derzeit noch geredet. Der zuständige Arbeitskreis im Rathaus werde demnächst starten, so Sportdezernent Jörg Stüdemann.
Budget beträgt etwa 500 000 Euro
Was als sicher gilt, ist das täglich ab 16 Uhr das Bühnenprogramm starten wird. Welche Bands dort auftreten werden, ist noch Verhandlungssache, hängt also vom Budget und Sponsoring ab. "Es werden natürlich viele Dortmunder und regionale Künstler spielen. Aber wir versuchen auch ein paar wirklich geile Top-Acts zu bekommen", sagt Berten. Etwa 500 000 Euro stehen dafür zur Verfügung. Dortmund ist vorbereitet. Jetzt muss nur das Wetter mitmachen. Das gibt's nämlich nicht zu kaufen.
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