Zwei Tickets nach Berlin
22.09.2009 | 16:39 Uhr 2009-09-22T16:39:00+0200Dortmund. Dortmund wählt wieder. Diesmal für Berlin. 422 922 Bürger sind aufgerufen, zwei Stimmen abzugeben. Die erste für einen Direktkandidaten. Die zweite für die Sitzverteilung im neuen Bundestag. 302 Wahllokale haben am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet.
Die Stadt repräsentiert zwei von bundesweit 299 Wahlkreisen. Der Wahlkreis 143 ist mit rund 214 000 Stimmberechtigten der größere der beiden. Er umfasst die westlichen Stadtbezirke: Mengede, Huckarde, Lütgendortmund, Innenstadt-West und Hombruch. Der Wahlkreis 144 erstreckt sich vom Norden über den Osten nach Süden: Eving, Scharnhorst, Innenstadt-Nord, Innenstadt-Ost, Aplerbeck, Hörde. Wahlberechtigt hier: rund 209 000 Bürger.
Burchardt und Bülow wollen bleiben
Seit es Bundestagswahlen gibt, hat die SPD beide Direktmandate in Dortmund geholt. Zuletzt gelang dies Ulla Burchardt mit 57,9% und Marco Bülow mit 56,3%. Bülow misst sich diesmal im Wahlkreis 143 mit Steffen Kanitz (CDU), Michael Kauch (FDP), Markus Kurth (Grüne), Helmut Eigen (Die Linke), Axel Thieme (NPD), Gerhard Pfisterer (MLPD) und Tobias Faku (BüSo). Den Wahlkreis 144 will Burchardt gegen Erich G. Fritz (CDU), Daniel Poznanski (FDP), Barbara Blotenberg (Grüne), Ulla Jelpke (Die Linke), Cassandra Wächter (NPD) und den Einzelbewerber Dr. Michael Balke verteidigen.
Briefwahlquote sackt ab
Rund 72 000 Dortmunder haben ihre Stimme schon abgegeben – per Briefwahl. „Nur 72 000”, wie Peter Spaenhoff, Chef der Bürgerdienste, sagt. Vier Tage vor dem Urnengang scheint die Briefwahlquote, die bisher mit jeder Wahl angestiegen war, in den Keller zu gehen. Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2005 hatten zum gleichen Zeitpunkt rund 94 000 die Anträge geordert. 87 000 stimmten dann am Ende auch ab. Die Unterlagen können weiterhin bei den Bürgerdiensten im Stadthaus beantragt werden – heute von 7-12 Uhr, Donnerstag und Freitag jeweils von 17-18 Uhr. Die Stimme kann auch direkt vor Ort abgegeben werden.
Internet gefragt
Das Ordern von Briefwahlunterlagen per Internet läuft gut. Rund 10 000 Anträge wurden bisher online angefordert. Wer das Netz noch nutzen möchte, muss sich beeilen. Heute um 12 Uhr wird der elektronische Zugang über www.wahlen.dortmund.de abgestellt. „Sonst könnte ein pünktlicher Postlauf für die Hin- und Rücksendung der Unterlagen nicht mehr garantiert werden”, so Spaenhoff.
Drei Hausbriefkästen
Briefwähler können ihre Unterlagen noch bis Sonntagabend, 18 Uhr, in den Hausbriefkästen am Stadthaus, Rathaus oder am Wahlbüro (Königswall 25-27) einwerfen. Wer kurzfristig erkrankt, kann – am Samstag von 9 bis 12 Uhr und am Sonntag bis 15 Uhr – einen Briefwahlantrag im Wahlbüro am Königswall (AOK-Gebäude) stellen. Voraussetzung: ein ärztliches Attest und eine schriftliche Vollmacht für den Überbringer.
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