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Zwei Jahre nach Bluttat noch keine heiße Spur

31.01.2008 | 20:28 Uhr

Auch zwei Jahre nach dem mysteriösen Mord an Kioskbetreiber Mehmet Kubasik gibt es keine heiße Spur. ...

... Die Sonderkommission der Kripo in Nürnberg, die diese bundesweite Mordserie an ausländischen Kleinunternehmern untersucht, wurde jetzt von 48 auf neun Ermittler verkleinert. Bundesweit sind laut Kripo Nürnberg mehr als 11 000 Personen überprüft worden. 32 Millionen Datensätze seien auf eine mögliche Anwesenheit von Personen an den jeweiligen Tatorten abgeglichen worden. Zwischen September 2000 und April 2006 waren insgesamt neun Gewerbetreibende am helllichten Tag an ihrem Arbeitsplatz mit Kopfschüssen regelrecht hingerichtet worden. Einzige Verbindung zwischen den Taten, die mit äußerster Kaltblütigkeit und ohne Spuren zu hinterlassen verübt worden waren: die Tatwaffe, eine tschechische Pistole "Ceska".

In Dortmund kamen die Täter kurz vor 13 Uhr in den kleinen Kiosk an der Mallinckrodtstraße. Sie streckten ihr Opfer durch Kopfschüsse nieder. So schnell wie sie gekommen waren, waren sie wieder verschwunden.

Im Dortmunder Fall werde weiter ermittelt, so Dr. Ina Holznagel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Dortmund. Man gehe davon aus, dass die Taten im Zusammenhang mit Organisierter Kriminalität stünden. Allen Hinweise aus der Bevölkerung sei nachgegangen worden - ohne eine heiße Spur.

Einzelheiten wollte die Behörde jedoch nicht bekannt geben. Der Leiter der Ermittlungsgruppe "Bosporus", Wolfgang Geier, zeigte sich zuversichtlich, dass die Mordserie geklärt wird, auch wenn es noch Jahre dauern sollte. (AWi)

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